Johann Nestler
Ligist entwickelt sich weiter

Die Höllbergstraße ist jetzt generalsaniert, das Projekt dauerte drei Jahre.
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Ligist, das Tor zur Schilcherweinstraße. Es ist ein sehr attraktives Tor, wenn man den Bevölkerungszuwachs betrachtet.
Johann Nestler: Ligist ist in vielerlei Hinsicht attraktiv. Ja, der Zuzug ist merkbar  und das berücksichtigen wir auch in der Revision des örtlichen Entwicklungskonzepts bzw. der Raumordnung. Mehrere Wohnbauträger haben sich zuletzt Grundstücke in unserer Gemeinde gesichert. Dass die Siedlungsgenossenschaft Köflach 26 Wohneinheiten errichtet, ist bereits fixiert. 

Warum ist der Zuzug ungebrochen?
Nestler: Das hängt zum einen mit unserer intakten Natur und den vielen Freizeitmöglichkeiten zusammen, die Ligist bieten kann, zum anderen auch mit unserer guten Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur von der modernen Kinderkrippe über unsere beiden Kindergärten bis zur Volksschule mit 135 Kindern. Und auch die Mittelschule Krottendorf ist "gleich um die Ecke". Wir von der Marktgemeinde sorgen für die Rahmenbedingungen, die wir laufend verbessern.

Welche Verbesserungen sind das?

Nestler: Beginnen wir mit den Straßen. Wir konnten das dreijährige Projekt, die Generalsanierung der Höllbergstraße, heuer abschließen, da flossen insgesamt 700.000 Euro in diese Sanierung. Wir werden ab dem nächsten Jahr die gesamte Straßenbeleuchtung auf die energiesparende und moderne Technologie LED umstellen. Und wir forcieren zusammen mit A1 den Breitbandausbau. Ligist wurde in der Begutachtungsphase für förderungswürdig befunden. Sind wir im Dezember-Call dabei, können wir ab dem Frühjahr mit dem Glasfaser-Ausbau in den Bereichen Ober- und Unterwald starten, davon profitieren 270 Wohnobjekte. Insgesamt werden 55 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Das Zentrum von Ligist ist bereits mit Glasfaser versorgt. Breitband ist enorm wichtig für uns als Gewerbe-, aber auch als Schulstandort.

Stichwort Schule. Die Volksschule Ligist zählt mit 135 Kindern und acht Klassen zu den größeren im Bezirk Voitsberg.
Nestler: Wir sind sehr stolz auf unsere Volksschule mit Leiterin Maria Spitzer. In Zusammenarbeit mit "Styria vitalis" wurde unsere Schule als "Gesunde Schule" zertifiziert, außerdem wurde im Rahmen dieser Kooperation und mit Unterstützung der Gemeinde eine Outdoorklasse im Schulhof eingerichtet, was sich vor allem in Corona-Zeiten bestens bewährt. Wir haben bereits einige Klassen mit modernen I-Pads ausgerüstet und freuen uns, dass unsere Schule so beliebt ist. Auch ein neues Logo wurde für die Schule gestaltet, eine eigene Homepage ist in Arbeit.

Aber auch im Kindergartenbereich tat sich einiges.
Ligist: Die Erhebung vom Frühjahr hat den Bedarf einer vierten Kindergartengruppe ergeben. Daraufhin haben wir alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet, um den Kindergarten Untwerald um eine zweite, alterserweiterte Gruppe aufzustocken. Die notwendigen Umbauarbeiten wurden in den Ferien durchgeführt, ein zusätzlicher Gruppenraum wurde errichtet und so haben nun insgesamt 34 Kinder einen Platz gefunden. Unsere Kinderkrippe wird derzeit eingruppig mit 13 Kindern geführt, da haben wir noch Raum für eine zweite Gruppe, wenn der Bedarf besteht. 

Kinder und Jugendliche lieben den neuen Pump Track. Wie sieht da die Situation aus?

Nestler: Ich hätte nie geglaubt, dass der Pump Track dermaßen einschlägt. Bisher wurden 370.000 Runden gezählt. Die Gäste kommen aus der ganzen Steiermark, ich sah schon Autokennzeichen aus Bad Radkersburg, Hartberg und Weiz. Vor allem Jung und Alt aus dem Grazer Raum lieben unseren Freizeitpark. Daher werden wir nächstes Jahr in die Infrastruktur investieren, das betrifft Parkplätze, Mülleimer und Sitzplätze, damit sich unsere Gäste, aber auch die einheimische Bevölkerung noch wohler fühlen. Für uns war dieser Pump Track völliges Neuland, umso mehr freut es mich, dass er so eine Erfolgsgeschichte wurde. Jetzt mussten wir ihn coronabedingt leider sperren. Viele kommen mit ihren Rädern per Zug von Graz, machen eine Tour zu unseren Buschenschänken und genießen unseren Freizeitpark.

Wie entwickelt sich Ligist weiter?

Nestler: Der neue Freizeitpark mit dem Pumptrack, aber auch das neue Stadion, sind ja schon Schritte der Weiterentwicklung als Wohlfühl-, Wohn- und Tourismusort. Ein wichtiger Punkt ist unser Ortszentrum, das wir schon seit Jahren aktiv gestalten. Das aktuelle Thema ist der Pfarrhof. Die Diözese hat hier noch nicht entschieden, ob sie ihn verkauft oder selbst Geld investiert. Der Pfarrhof wäre ein idealer Platz für ein Pflege- und Seniorenheim, weil er sich mitten im Zentrum befindet. Hier wären die älteren Menschen ins Ortsleben eingebunden, hätten keine weiten Wege zu den wichtigsten Einrichtungen und würden unser Zentrum beleben. Sogar ein kleines Hotel wäre eine Überlegung wert. Im ehemaligen Raiffeisengebäude haben wir nun Teile der Musikschule im zweiten Stock untergebracht, zwei Jung-Unternehmer sind ebenfalls hier stationiert. Wir könnten hier aber noch Räume vermieten.  Im nächsten Jahr werden hier am Marktplatz Ladestationen für E-Räder errichten, die haben wir im Zuge der Marktplatzgestaltung bereits mitgeplant.

Die Höllbergstraße ist jetzt generalsaniert, das Projekt dauerte drei Jahre.
Der Ligister Bgm. Johann Nestler ist stolz auf die gute Infrastruktur.

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