20.04.2017, 08:54 Uhr

Obst, Wein und Schnaps seit 1857

Mit Peter Bäuchel ist mittlerweile bereits die siebente Generation am Hof.

Seit nunmehr 160 Jahren steht Bäuchel vlg. Finz für feinste Qualität bei Obst und Wein.

Mit dem Welschriesling holte Peter Bäuchel erstmals den Landessieg bei der steirischen Weintrophy auf den Bäuchel-Hof nach Mooskirchen. Der Sieg bei der Weintrophy ist nicht die einzige Auszeichnung die der umtriebige Obst- und Weinbauer heuer bereits einheimste. Bei den „Mostbarkeiten“ sammelte man im März fünf Mal Silber - für Kirschen-, Heidelbeer-, Holunder- und Quittenbrand sowie für den Apfelsaft. Gold gab es zudem für den Heidelbeer-Cider, Silber für den Maracuja-Cider. Den Apfelcider, zuletzt zwei Jahre in Folge mit Gold prämiert, hatte man vor lauter Stress gar vergessen zur Verkostung einzuschicken. Nicht nur unzählige Auszeichnungen werden heuer gefeiert - auch das 160-jährige Jubiläum des Erbhofes Bäuchel vlg Finz wird in diesem Jahr begangen. Mit dem 35-Jährigen Peter Bäuchel hat seit dem Jahr 2000 die siebente Generation am Hof „das Sagen“, auf dem seit 1857 Obstbau, Weinbau und eine Schnapsbrennerei betrieben werden.
Wurde zu Beginn nur Schilcher angebaut, sind es jetzt neun Weine - unter anderem eben Steiermarks bester Welschriesling - die am Bäuchel-Hof gedeihen. Dazu wachsen Tafelbirnen, Himbeeren, und alles was für die Brennerei benötigt wird, in der immerhin 18 unterschiedliche Brände entstehen. Ein kleiner Teil muss zugekauft werden, wie etwa die Vogelbeeren. Die eigenen Vogelbeerbäume mussten die Bäuchels wegen der Krankheit Feuerbrand ausreißen. Und auch Äpfel gibt es keine eigenen mehr, heuer wurden 5.000 Apfelbäume durch Birnen ersetzt. Äpfel sind für Obstbauern einerseits kaum mehr rentabel, zudem hatte der Frost im Vorjahr den Bäumen stark zugesetzt, erzählt Peter Bäuchel.

Führungen

Neu ist auch der Weinkeller, der vor vier Jahren gebaut wurde. Unter anderem besichtigt Peter Bäuchel auch immer wieder mit Gästen, die den Hof für Führungen besuchen, diesen Weinkeller. Unter dem Motto „Das Leben der Rebe“ gab es zuletzt auch eine ganz besondere Aktion. Vier Mal kam eine Gruppe von 40 Leuten auf den Hof nach Kniezenberg, half beim Reben setzen, schneiden und zuletzt auch bei der Ernte. „Das würde ich in Zukunft gerne wieder machen“, verrät Bäuchel.
Wichtig ist Bäuchel eine möglichst naturnahe Produktion und der Einsatz von so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich. Bäuchel arbeitet dafür sehr viel mit Nützlingen. „Dafür ist vor allem Wissen über das ökologische System notwendig“, verrät er. Am Ende steht bei ihm Qualität immer vor Quantität. Und dass die Qualität stimmt, zeigen die vielen Preise, die Bäuchel mit seinen Produkten einheimst.
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