08.10.2014, 16:21 Uhr

Spatenstich: Ab nächstem Jahr soll geradelt werden

Lange hat's gedauert, jetzt ist es endlich so weit: Der Radweg Thayarunde wird gebaut - nach den jahrelangen Verzögerungen soll es ab jetzt im Eiltempo vorangehen.

DOBERSBERG. Mehr als drei Jahre hat es von der Übernahme der Thayatalbahn bis zum Spatenstich des Radweges gedauert - vergangenen Mittwoch war es aber endlich so weit. In Dobersberg feierten die Bürgermeister der beteiligten 16 Gemeinden (17 mit Slavonice) den Baustart des Radweges. Möglich wurde dies erst, nachdem die Einsprüche des Verkehrsforums Waldviertel durch das Landesverwaltungsgericht abgelehnt wurden.

Der Obmann des Zukunftsraumes Thayaland Reinhard Deimel sprach in seiner Rede auch die Einsprüche an: "Es war kein einfacher Weg. Es waren vor allem die Zwischenreufe einiger weniger, die viel Zeit und Energie gekostet haben und das ganze Vorhaben mindestens ein Jahr verzögerten".

Abschluss 2015

Das soll sich jetzt rasch ändern: wenn das Wetter mitspielt wird das Radweg-Teilstück Dobersberg - Waldkirchen noch heuer fertig asphaltiert und damit befahrbar. Der Plan ist ehrgeizig, denn es müssen noch vier Stahlträgerbrücken instand gesetzt werden. Zwei Fertigteilbrücken werden derzeit von der Brückenmeisterei Zwettl gebaut. Die ehemalige Raabserbahn von Göpfritz nach Raabs soll im kommenden Frühjahr in den Radweg umgebaut werden, ebenso wie die Strecke Waidhofen-Dobersberg. Ende 2015 soll der Radweg im großen und ganzen fertig sein. Das Feintuning will man bis Anfang 2016 abschließen. Geht alles nach Plan sollen die Radtouristen 1,3 Millionen Euro jährlich in der Region lassen.

Landesrat Maurice Androsch, Vizeobmann der Kleinregion, sieht im endlich erfolgten Baustart eine Chance für die Region sich touristisch neu zu entwickeln. Verkehrslandesrat Karl Wilfing verteidigte die Entscheidung für den Radweg als die wirtschaftlich einzig sinnvolle: Bahnlinien würden sich erst ab 2.000 Fahrgästen täglich rechnen, so der Landesrat. "Ein regulärer Verkehr wäre auf der Bahn nie möglich gewesen. Es ist die touristisch richtige Entscheidung auf den Radweg zu setzen", so der Landesrat. Eine Spitze gegen die Radweg-Gegner konnte sich Wilfing nicht verkneifen: "Jeder hat die Chance zu sprechen, wenn es berechtigte Einwände gibt", so Wilfing. "Aber hier standen egoistische Motive im Vordergrund."
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Stefan Klemens aus Penzing | 14.10.2014 | 13:55   Melden
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