Wieden
Petition fordert "Kiss and Ride" vor Schule in Favoritenstraße

Das Theresianum in der Favoritenstraße wurde Objekt einer neuen Petition. Gefordert wird die Errichtung einer "Kiss and Ride"-Zone. | Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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  • Das Theresianum in der Favoritenstraße wurde Objekt einer neuen Petition. Gefordert wird die Errichtung einer "Kiss and Ride"-Zone.
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Eine Petition fordert die Errichtung einer sogenannten "Kiss and Ride"-Zone in der Favoritenstraße beim Schulcampus des Theresianums. Die Petition wurde im Petitionsausschuss behandelt, die Politik reagiert skeptisch.

WIEN/WIEDEN. Am Montag hat der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Sitzung getagt. Drei zu behandelnde Petitionen standen auf der Tagesliste, eine davon beschäftigte sich mit dem 4. Bezirk.

In der Petition wird die Errichtung einer sogenannten "Kiss and Ride"-Zone auf der Favoritenstraße, Höhe Hausnummer 15, gefordert. Dabei handelt es sich um eine Fläche, bei der Autos kurz anhalten, Personen aufnehmen oder abgeben und weiterfahren können. Bei der Sitzung erläuterte Christian Germuth den Inhalt.

"Sicherer für Kinder"

Demnach wolle Germuth mit der "Kiss and Ride"-Zone die Verkehrssicherheit im Umfeld der Schule "Theresianum" verbessern. Der Schulcampus beinhaltet einen Kindergarten, eine Volksschule und ein Gymnasium mit etwa 50 Klassen – rund 1.200 Kinder und Jugendliche bewegen sich so im Grätzl. Seine Kinder würden die Schule besuchen, gemeinsam mit anderen Eltern habe man sich über das neue Verkehrskonzept gewundert.

Beim neuen Verkehrskonzept hätte man keinen Halteplatz für Busse mehr eingeplant, zudem würden parkende Eltern regelmäßig den Verkehr behindern. Das sind die Gründe für die Petition. | Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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In den Stoßzeiten würden viele Eltern und Kinder zur Schule gebracht oder von der Schule abgeholt werden. Da aber die Haltemöglichkeiten auf der Straße fehlen, müssen die Eltern auf der Straße stehen bleiben und blockieren so den bereits intensiven Verkehr.

Die Lösung sieht Germuth in der Errichtung einer Fläche, die an gewissen Uhrzeiten – jeweils von 7 bis 9 und von 15 bis 18 Uhr – verkehrsberuhigt sei. Diese Zone könne einerseits als Haltemöglichkeit für Ausflugsbusse vor Schulexkursionen genutzt werden, andererseits als die besagte "Elternhaltezone". Derzeit existiert bereits eine Regelung, vor jeder Exkursion ein temporäres Halteverbot zu beantragen. Dies biete laut dem Petitionssteller jedoch keine Garantie auf freie Plätze, da der Busbereich trotzdem durch parkende Autos blockiert werden könne. Die Petition wurde von fast 1000 Eltern unterschrieben.

"Würde Gegenteiliges bewirken"

In einer Stellungnahme zur Petition erklärt die Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ), dass eine einheitliche Handlung bei allen Schulen auf der Wieden wichtig sei. Allgemein werden Elterntaxis zudem öfters als kritisch angesehen, da sie das Verkehrsaufkommen an den Schulen erhöhen. Zudem würde es den bisherigen Anstrengungen des Bezirks, das Verkehrsaufkommen bei Schulen zu beruhigen, vermutlich entgegenwirken.

Solche Verkehrsschilder könnten unter Umständen eine "Kiss and Ride"-Zone regeln. Da sie jedoch laut der Bezirksvorstehung eher das Gegenteil bewirken, als man sich erhoffe, ist eine Umsetzung nicht zu erwarten. | Foto: © Ulrike Schatzl - Facebook
  • Solche Verkehrsschilder könnten unter Umständen eine "Kiss and Ride"-Zone regeln. Da sie jedoch laut der Bezirksvorstehung eher das Gegenteil bewirken, als man sich erhoffe, ist eine Umsetzung nicht zu erwarten.
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Eine ähnliche Meinung äußert die Stadträtin für Stadtplanung und Mobilität, Ulli Sima (SPÖ). Im Umfeld des Theresianums seien bereits mehrere Maßnahmen gesetzt worden, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Bei Schulen mit guter Verkehrsanbindung errichte man in der Regel keine "Kiss and Ride"-Zonen, da diese einen verstärkten Anreiz liefen, um Schülerinnen und Schüler mit dem Auto zur Schule zu bringen.

Da das Theresianum über mehrere Haltestellen in der Nähe und einen funktionierenden Gehsteig- und Ampelnetz verfügt, "wird folglich von der Einrichtung einer Kiss & Ride Zone am gegenständlichen Standort Abstand genommen". Unterstützt wird die Petition von den Bezirksparteien ÖVP und FPÖ. Neos begrüßen die Petition, sehen jedoch Optimierungsbedarf in der Ausarbeitung. Von einer Ausarbeitung der Petition kann derzeit nicht ausgegangen werden.

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