Wiener Frauenpreis
Diese Preisträgerinnen überzeugten beim 25. Jubiläum im Rathaus
- Der Femchor begleitete das Event musikalisch und gewann auch in der Kategorie "Alltagsheldin".
- Foto: Stadt Wien/Martin Votava
- hochgeladen von Sophie Ruzicka
Zum 25. Mal wurde der Wiener Frauenpreis im Arkadenhof des Wiener Rathauses verliehen. Wie das Motto "Frauen sichtbar machen" schon verrät, wurden diese für ihr Engagement und ihre Expertise ausgezeichnet.
WIEN. In den Kategorien "Digitalisierung“, "Alltagsheldin“ und "Zeitzeugin“ wurde der 25. Wiener Frauenpreis am Mittwoch im Wiener Rathaus verliehen. Für die Preisträgerinnen gab es eine Prämie in der Höhe von 3.000 Euro und eine Mini-Statue, gestaltet von der Künstlerin Vivien Schneider-Siemssen.
Eine unabhängige Jury entschied, an wen die Preise gingen. Mit dabei waren Brigitte Handlos, Hanna Herbst und Tessa Prager. Für die musikalische Stimmung sorgte der Femchor, der sich auch über einen Preis freuen durfte.
Die Gewinnerinnen
Die selbstorganisierte, feministische Wiener Gesangsgruppe "Femchor" brillierte in der Kategorie "Alltagsheldin". Seit 2020 singen die Mitglieder mehrstimmige politische Aktivismus-Songs und stellen auch Inklusion und die Sichtbarkeit genderqueerer Personen in den Vordergrund. Sie treten auf diversen Bühnen oder bei Demonstrationen auf.
- Ingrid Brodnig (re.) darf sich über den Preis in der Kategorie "Digitalisierung" freuen.
- Foto: Stadt Wien/Martin Votava
- hochgeladen von Sophie Ruzicka
Die österreichische Schriftstellerin, Autorin und Expertin für digitale Themen, Ingrid Brodnig, durfte in der Kategorie "Digitalisierung" den Preis annehmen. Sie setzt sich kritisch mit Online-Phänomenen wie zum Beispiel Deepfakes, also täuschend echt wirkenden Aufnahmen, auseinander. In ihrer journalistischen Arbeit und ihren Büchern widmet sie sich den Folgen der Digitalisierung sowie Strategien gegen Hass, Desinformation und Polarisierung.
Zu guter Letzt ist Katja Sturm-Schnabl das Gesicht der Kategorie "Zeitzeugin". Die Kärntner Slowenin kam 1936 zur Welt und überlebte demnach die Deportation und Haft in nationalsozialistischen Lagern. Nach Kriegsende wurde sie Slawistin und setzte sich intensiv mit der slowenischen Kulturgeschichte Kärntens auseinander und prägte die Wissenschaft. Bis heute setzt sie sich als Zeitzeugin für Erinnerungskultur, Menschenrechte und gegen Diskriminierung ein. Dafür erhielt sie 2015 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
„Nicht nur als Frauenstadträtin der Stadt Wien, sondern auch als Feministin ist die Gala zur Vergabe des Wiener Frauenpreises ein absolutes Highlight im Kalenderjahr. Es ist ein Privileg diese beeindruckenden Frauen auszeichnen zu dürfen, die mit ihrem Wirken in der Gesellschaft, diese verändert haben“, so Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ).
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