MS Anna Katharina in Wien
Gäste von Unfall-Passagierschiff wollen "fast alle weiterfahren"

Das Flusskreuzfahrtschiff MS Anna Katharina prallte am Freitagmorgen aus bisher ungeklärten Gründen gegen eine Kaimauer und ein Schleusentor beim Donaukraftwerk Freudenau. | Foto: Stadt Wien | Feuerwehr
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  • Das Flusskreuzfahrtschiff MS Anna Katharina prallte am Freitagmorgen aus bisher ungeklärten Gründen gegen eine Kaimauer und ein Schleusentor beim Donaukraftwerk Freudenau.
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Am Freitagmorgen krachte die MS Anna Katharina auf dem Weg von Bratislava in die Wachau gegen eine Kaimauer und das Schleusentor beim Kraftwerk Freudenau geprallt. Es gab mehrere Verletzte. Laut dem Schiffscharterer geht es den Allermeisten jedoch gut. Trotz des Vorfalls will kaum jemand die weitere Reise abbrechen. Alternative Schiffe sollen jetzt übernehmen.

WIEN/BONN. Großeinsatz für mehrere Organisationen frühmorgens beim Donaukraftwerk Freudenau. Aus bisher nicht geklärten Umständen krachte das Flusskreuzfahrtschiff MS Anna Katharina gegen die dortige Kaimauer und das Schleusentor. Mehrere Verletzte mussten betreut werden. Mehr dazu unten.

Das Schiff des Reeders Scylla ist im Auftrag der deutschen Phoenix Reisen GmbH derzeit entlang der Donau unterwegs. Laut Katalog geht es seit Ende Mai bis Ende des Jahres in Siebentagestouren von Passau über Wien bis Budapest und wieder retour. Die Anna Katharina war gerade auf dem Rückweg von Bratislava in die Wachau, als es zu dem Vorfall in der Freudenau kam.

"Alle Gäste sind runter"

Beim Charterer Phoenix Reisen aus Bonn hat man noch keine Erklärung dafür, wie es zu dem Unfall genau kam. Dies wird derzeit auch von österreichischen Behörden eruiert. Geschäftsführer Benjamin Krumpen erklärt gegenüber MeinBezirk jedenfalls, wie es den Passagieren geht.

Die Route der MS Anna Katharina hätte von Passau über Wien und Budapest zurück über Linz nach Passau geführt. | Foto: Screenhsot Phoenix Reisen
  • Die Route der MS Anna Katharina hätte von Passau über Wien und Budapest zurück über Linz nach Passau geführt.
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Laut seinen Informationen wurden 17 Personen – die Wiener Berufsfeuerwehr sprach am Morgen noch von 14 Personen – zumindest leichter verletzt, vier von ihnen befinden sich laut dem Phoenix-Geschäftsführer in Wien in Krankenhäusern. Die 13 restlichen Betroffenen sind nach kurzer Behandlung wieder bei den restlichen Passagieren. "Stand 9.30 Uhr geht es allen gut, sie befinden sich jetzt gerade beim Frühstück."

Nach dem Unfall konnte die MS Anna Katharina noch selbstständig an den Pier fahren, "alle Gäste sind runter vom Schiff". Insgesamt waren 169 Passagiere mit dem Flusskreuzfahrtschiff unterwegs. Andere Passagierschiffe sollen die Gäste jetzt übernehmen.

Zufall spielt mit

Für viele war die Reise wohl bis dahin ein echtes Highlight. Ab 999 Euro war man laut Katalog bei der Route mit an Bord. Die Meisten wollen sich nach dem Unglück wohl auch nicht dieses Erlebnis nehmen lassen. Neben jenen vier Personen, die sich im Spital aufhalten, wollten laut Krumpen nur zwei weitere der insgesamt 169 Passagiere die Fahrt abbrechen.

"Die Reise wäre ohnehin am Sonntag in Passau zu Ende gegangen. Fast alle wollen weiterfahren. Sie ziehen jetzt auf andere Schiffe um", erklärt man. Glück im Unglück für die Reisenden: "Aufgrund der aktuellen Wassersituation (Anm. Red.: niedrige Pegelstände) mussten wir Routen der anderen Schiffe anpassen. So kam es zu Stornierungen und es sind jetzt Unterbringungskapazitäten für die Gäste der MS Anna Katharina vorhanden." So sind zwei weitere Schiffe gerade in Wien, die ab hier übernehmen: Die MS Erika Kaiser und die MS Ariana.

Kostenlos Geld zurück

Was die Herkunftsländer der Passagiere der MS Anna Katharina angeht, so könne man als Charter keine Angaben machen. Nur so viel: "Wir verkaufen Reisen am deutschsprachigen Raum, es sollten also vorrangig deutschsprachige Gäste an Bord gewesen sein."

Start und Ziel der MS Anna Katharina war seit Mai Passau. (Archiv) | Foto: Leonhard Niederwimmer/Unsplash
  • Start und Ziel der MS Anna Katharina war seit Mai Passau. (Archiv)
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Der Reeder Scylla untersucht jetzt auch, wie groß der entstandene Schaden am Schiff selbst ist. Für die nächsten Urlauber, die eigentlich am Sonntag an Bord der MS Anna Katharina gehen und in Richtung Osteuropa aufbrechen sollten, gibt es jedenfalls bereits jetzt schon Nachrichten.

"Zumindest die nächste Reise, die am Sonntag starten würde, ist einmal abgesagt", so Krumpen. Man informiert diesbezüglich die Betroffenen. Ihnen werden Alternativreisen angeboten, wer möchte, kann von der gebuchten Flusskreuzfahrt jedoch auch kostenlos zurücktreten. Was die gut 50-köpfige Crew der MS Anna Katharina angeht, so ist unter dieser niemand verletzt. Man geht davon aus, dass diese vom Reeder Scylla auf anderen Schiffen in der Nähe von Wien eingesetzt wird.

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