Neben Preisverleihung
Pädagogische Hochschule Wien erhält Hedy-Lamarr-Saal

Hedy Lamarr (1912 – 2000) ist nicht nur eine Hollywood-Legende, sondern auch eine Erfindern. Sie gilt als Pionierin im Bereich der Funktechnik. | Foto: Everett Collection / picturedesk.com
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  • Hedy Lamarr (1912 – 2000) ist nicht nur eine Hollywood-Legende, sondern auch eine Erfindern. Sie gilt als Pionierin im Bereich der Funktechnik.
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Die im Jahr 1914 in Wien geborene Hedy Lamarr gilt oft als Zeichen für Gleichberechtigung. Ein nach ihr benannter Preis wird diese Woche zum siebten Mal vergeben und ein Saal einer Hochschule wird nach ihr benannt.

WIEN. Die Wienerin Hedy Lamarr wurde 1914 geboren und starb im Jahr 2000. Sie wurde bekannt durch ihre Schauspielarbeiten in Hollywood, aber vor allem durch ihre Arbeit als Wissenschaftlerin. Das von ihr entwickelte Frequenzsprungverfahren gilt als Grundlage der heutigen mobilen Telefonie.

Heutzutage wird Hedy Lamarr oft als Symbol für die Gleichberechtigung und Feminismus gesehen, deshalb wird ihr Name momentan auch gleich zweimal in der Bundeshauptstadt geehrt. Der nach ihr benannte Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien 2024 wird zum siebten Mal verliehen und ein Saal in einer Hochschule wird nach ihr benannt.

Hedy-Lamarr-Preis

Die siebte Ausgabe des Hedy-Lamarr-Preises findet heuer am 23. Oktober im technischen Museum Wien ab 18.15 Uhr statt. Eine unabhängige Jury hat die Siegerin bestimmt und wird diese bei der Veranstaltung bekanntgeben und ehren. Vor der Verleihung werden jedoch auch die Gewinnerinnen des Digital-Girls Hackathon Wien geehrt, bei dem Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klasse Unterstufe in den Bereichen Game-Design und Programmieren gegeneinander angetreten sind und Mini-Spiele entwickelt haben.

Der Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien wird am 23. Oktober zum siebten Mal vergeben. (Archivfoto) | Foto: Stadt Wien/Bohmann
  • Der Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien wird am 23. Oktober zum siebten Mal vergeben. (Archivfoto)
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Für die Hedy-Lamarr-Auszeichnung wiederum sind dieses Jahr sechs Kandidatinnen nominiert, doch nur einer kann den Preis von 10.000 Euro bekommen. Die Nominierten sind:

  • Georgia Avarikioti, TU Wien (Forschungsfokus: Interoperabilität, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit von Blockchains)
  • Katalin Fazekas, TU Wien (Forschungsfokus: Verbesserung von vollautomatischen, logikbasierten Methoden für sicherere Computersysteme)
  • Laura Koesten, Universität Wien (Forschungsfokus: Daten und Algorithmen für alle verständlich machen)
  • Anela Lolic, TU Wien (Forschungsfokus: Computationale Logik für die Verbesserung automatisierter Beweiser und Logiken für die AI)
  • Lisa Posch, TU Graz (Forschungsfokus: Human-Centered Computing)
  • Zeynep G. Saribatur, TU Wien (Forschungsfokus: Theorie und Methoden für ein verbessertes Verständnis von KI-Modellen)

Hedy-Lamarr-Saal

Die oft als "schönste Frau der Welt" bekannte Wissenschaftlerin ist nun auch die Namensgeberin eines Saales im Neubau der Pädagogischen Hochschule Wien. Laut dem Vizerektor Norbert Kraker soll der Saal ein Ort des Austauschs, der Kreativität und des Lernens sein. 

Hedy Lamarr war nicht bloß Wissenschaftlerin, sondern auch sehr erfolgreiche Schauspielerin in Hollywood. (Symbolfoto) | Foto: Oliver Pilschek
  • Hedy Lamarr war nicht bloß Wissenschaftlerin, sondern auch sehr erfolgreiche Schauspielerin in Hollywood. (Symbolfoto)
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"Die Pädagogische Hochschule ist sich als Urban Diversity Education Campus mit einem klaren MINT-Schwerpunkt sehr bewusst, wie wichtig es ist, gerade Frauen mit Vorbildern zu inspirieren. Denn es ist an der Zeit, alte und unnötige Rollenbilder ins Archiv zu stecken", so Rektorin Barbara Herzog-Punzenberger.

Pädagogische Berufe sind auch Männerberufe, und technische Studienschwerpunkte brauchen selbstverständlich mehr Frauen, die endlich längst überholte Vorurteile aufheben, versichert die Rektorin. "Der weltweite Vergleich zeigt: Frauen und Technik bzw. Frauen und Naturwissenschaft – das ist ausschließlich in manchen Kulturen ein Widerspruch. Und Hedy Lamarr ist eines von vielen wichtigen Symbolen, um das deutlich zu kommunizieren".

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