Richterin erkrankt
Prozess im Fall Leonie in Wien fällt diese Woche aus
- Weil die vorsitzende Richterin beim Prozess im Fall Leonie erkrankt ist, fallen die restlichen Prozesstage diese Woche aus.
- Foto: Tingey Injury Law Firm / Unsplash
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Am Donnerstag hätte es zu einem Urteil im Fall Leonie gegen drei auf der Anklagebank sitzenden Männer gegeben. Weil aber die vorsitzende Richterin erkrankt ist, fallen die restlichen Prozesstage diese Woche aus.
WIEN. Seit vergangenen Dienstag läuft der Prozess am Wiener Landesgericht für Strafsachen im Fall Leonie, jenes Mädchen, das am Morgen des 26. Juni 2021 von Passanten auf einem Grünstreifen in der Donaustadt leblos aufgefunden worden. Drei Männern im Alter zwischen 19 und 23 Jahren werden Vergewaltigung mit Todesfolge sowie schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen angelastet.
Am Dienstag, 4. Oktober, und Mittwoch, 5. Oktober, hätte der Prozess fortgesetzt werden sollen. Ein Urteil zum Fall Leonie ist für Donnerstag, 6. Oktober erwartet worden. Doch das wird jetzt nicht dazu kommen. Wie "Heute.at" berichtet, ist die vorsitzende Richterin erkrankt – die ganze Prozesswoche wird nun verschoben.
Dem ältesten Angeklagten (er war zum Zeitpunkt der Tat bereits über 21 Jahre alt) drohen im Falle eines Urteils zehn bis 20 Jahre oder sogar lebenslang, die beiden anderen Tatverdächtigen müssen mit bis zu 20 Jahren rechnen.
Gutachter und Zeugen kamen zu Wort
Das Trio soll das Mädchen aus Tulln (NÖ) an jenem Tag in einer kleinen Gemeindewohnung in der Donaustadt eine dreifach tödliche Dosis Ecstasy gegeben, sie mehrfach missbraucht und schließlich draußen leblos an einen Baum gelehnt haben.
An verschiedenen Prozesstagen wurden vergangene Woche Gutachter und Zeugen vor Gericht vorgeladen. So ergaben die Ergebnisse der Gutachter, dass ohne sofortige notärztliche Hilfe der Tod des Mädchens nicht zu verhindern gewesen wäre. Das Mädchen soll das Dreifache der tödlichen Dosis des synthetischen Suchtgifts MDA im Körper gehabt haben.
- Das Mädchen wurde in den frühen Morgenstunden des 26. Juni 2021 in der Viktor-Kaplan-Straße vorgefunden.
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Zudem wurden an der 13-jährigen DNA-Spuren aller Angeklagten gefunden. Auch die ungefähre Todeszeit des Mädchens konnte festgestellt werden: Sie soll zwischen 5.57 und 6.30 Uhr gestorben sein.
Schließlich wurden auch Videos, auf denen tatrelevante Vorgänge gefilmt wurden, vorgespielt – deren Inhalt belasteten die drei Angeklagten erneut. Am Freitag, 30. September, kamen die Zeugen zu Wort, darunter auch jener 27-jährige Mann, der Leonie vor Mitternacht von Tulln nach Wien chauffiert hatte.
Zum Fall Leonie:
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