Technologie fürs Alter

Maria Chladil, Rudolf Tuppa und Susanne Biri (v.l.) konnten schon Anwendungen auf dem Tablet testen.
  • Maria Chladil, Rudolf Tuppa und Susanne Biri (v.l.) konnten schon Anwendungen auf dem Tablet testen.
  • hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein

WIEN. Die bz wurde eingeladen, "WAALTeR" und einige Studienteilnehmer kennenzulernen. Gespannt darauf, wie "WAALTeR" aussieht, warum er sich mit zwei A schreibt und wie er Senioren das Leben erleichtern kann, begab sich die bz zur Technischen Universität Wien.
Dort erfuhr man, dass "WAALTeR" kein Mensch, sondern ein Studienprojekt ist. Zugegeben, mit einem sehr einprägsamen und menschlichen Namen.

"WAALTeR" heißt übersetzt Wiener AAL-Testregion. AAL wiederum bezieht sich auf altersgerechte Assistenzsysteme für ein aktives, unabhängiges Leben. Diese AAL-Technologien sollen älteren Menschen helfen, aktiv zu bleiben und sich sicher und gesund zu fühlen. Sie sollen auch die Kommunikation und Interaktion mit dem sozialen Umfeld erleichtern. In der Theorie schön und gut, jetzt geht es um die Praxis. Die Smart City Wien Agentur ist Projektkoordinatorin von "WAALTeR" und sucht Senioren, die an dieser Studie teilnehmen wollen.

Technische Hilfsmittel

Derzeit werden im Rahmen von Info-Cafés die Bedürfnisse der Zielgruppen untersucht. Im Herbst wird dann eine Musterwohnung mit den Technologien und Services ausgestattet. Geplant sind unter anderem Tablets mit altersgerechten Anwendungen: von Veranstaltungs- und Terminkalendern bis hin zu Routenplanern, die die eigenen Bedürfnisse berücksichtigen.
Getestet werden auch eine sensorische Sturzerkennung und eine Telemedizin-Anwendung, die die Kommunikation mit dem Hausarzt erleichtert. Bei der Präsenzerkennung handelt es sich um Schalter, die einmal am Tag aktiviert werden. Somit weiß das Kontrollzentrum, dass die Person da ist und es ihr gut geht. Für die mobilen Senioren gibt es unter anderem Aktivitätstracker.

Erste Interessenten

Susanne Biri, 62 Jahre, Maria Chladil, 66 Jahre, und Rudolf Tuppa, 75 Jahre, haben sich bereits über die Studie informiert und sind nicht abgeneigt, da-ran teilzunehmen. Dass Technologie unterstützen kann und keine Bedrohung sein muss, davon sind alle drei überzeugt.
Susanne Biri findet das Projekt deshalb sehr spannend, weil sie im technischen Bereich noch etwas dazulernen möchte. "Spannend finde ich das Nachbarschaftsnetzwerk FragNebenan", so Biri.

Was Senioren brauchen

Rudolf Tuppa ist es ein besonderes Anliegen, mitgestalten zu dürfen. Er möchte einbringen, was ältere Menschen tatsächlich brauchen. Da hinterfragt er auch gleich einmal die Sturzerkennung: "Wie ist das, wenn mir was runterfällt und ich mich schnell danach bücke? Geht dann sofort der Alarm los, weil die Sturzerkennung glaubt, dass ich hingefallen bin?"
Maria Chladil ist mit 66 Jahren up to date. Onlinebanking und Smartphone sind Technologien, die sie täglich nutzt. Sie hat viel mit älteren Menschen zu tun und merkt, je älter deren Gegenüber ist, desto eher lassen sie sich gehen. Sie ist der festen Überzeugung: "Je älter man wird, desto mehr muss man tun, um am Ball zu#+bleiben."
Alle Informationen zum Projekt gibt es auf der Homepage www.waalter.wien

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