"Es gibt Gespräche"
Wiener Dompfarrer Faber laut Berichten doch bereit für Pension
- Seit 1997 hat Anton "Toni" Faber die Position des Stephansdom-Pfarrers inne. Bekanntheit erlangte Wien wohl bekanntester Priester vor allem als "Society-Priester" und regelmäßiger Kolumnist.
- Foto: Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
- hochgeladen von Barbara Schuster
Laut Berichten soll Wiens Dompfarrer Toni Faber jetzt doch bereit sein, mit seinem bevorstehenden 65. Geburtstag in Pension zu gehen. Von der Erzdiözese Wien heißt es, dass "Gespräche zwischen dem Herrn Erzbischof (Anm. Red.: Josef Grünwidl) und dem Herrn Dompfarrer" laufen würden. Es herrscht Diskretion.
WIEN. Wie steht es um die Zukunft des aktuellen Dompfarrers zu St. Stephan? Toni Faber fiel in der Vergangenheit durchaus mit seiner humorvollen und menschlichen Art auf. So ist er gern gesehener Gast auf verschiedensten Veranstaltungen und kann durchaus zur Society gezählt werden.
Doch wer den Dompfarrer begleitet, dem fällt noch etwas auf. An seiner Seite ist seit einiger Zeit eine blonde Frau. Gesehen wurden die beiden beispielsweise am Opernball. Es soll sich um Natalie Nemec handeln, welche er als "gute Freundin" bezeichnet. "DerStandard.at" bezeichnet es so: "Er zeigte auch öffentlich immer deutlicher, dass er es mit dem Zölibat nicht so ernst nimmt."
- Dompfarrer Toni Faber gemeinsam mit Natalie Nemec heuer am Opernball.
- Foto: APA-Images / Andreas Tischler
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Es sind eben "DerStandard.at" und Stunden zuvor bereits "DiePresse.at" (Paywall), die von einem möglichen Rückzug Fabers berichten. Erklärt wird, dass Gespräche über Modalitäten mit Erzbischof Josef Grünwidl laufen würden. Dieser würde sich demnach mehr oder minder an der Situation rund um Faber stören.
Bei "DerStandard.at" wird Faber indirekt zitiert. Er könne sich einen Pensionsantritt mit 65, das wäre im kommenden März, sogar gut vorstellen. Aber nur als Dompfarrer, als gewöhnlicher Priester wolle er weiter für die Gläubigen da sein.
"Gespräche laufen"
Was tatsächlich dahintersteckt, ist schwierig zu eruieren. MeinBezirk bei verschiedenen Schaltstellen in der Wiener Katholischen Kirche nachgefragt. Zunächst in der Dompfarre selbst. Der Leiter der Kanzlei selbst betonte, die Sache nur aus den Medien zu kennen. Mehr wisse er nicht.
Beim Sekretariat des Erzbischofs Grünwidl verweist man auf die Pressestelle der Erzdiözese. Immerhin: "Die Gespräche zwischen dem Herrn Erzbischof und dem Herrn Dompfarrer laufen. Das hat er (Anm. Red.: Grünwidl) bereits im April gesagt, und das gilt nach wie vor."
Was genau besprochen wird, das bleibt hinter einer gut verschlossenen Tür der Kirche. Es gehe jedenfalls darum, "wie es in Zukunft weitergeht". Was das konkret bedeutet, bleibt offen. Faber wurde am 18. März 1962 in Wien geboren. Nach seinem Studium der katholischen Theologie am Wiener Priesterseminar und mehreren Stationen in der Kirche wurde er 1997 zum Leiter der Dompfarre und 2000 zum Domkapitular auf Amtszeit ernannt.
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