Urnengang
Deutlich mehr Wiener Jungwähler bei Nationalratswahl 2024
- Rund 62.400 Wiener Jungwählerinnen und -wähler dürfen das erste Mal bei einer Nationalratswahl 2024 ihre Stimme abgeben. (Archiv)
- Foto: Andreas Pessenlehner / APA / picturedesk.com
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In Wien dürfen heuer im Vergleich zur letzten Nationalratswahl besonders viele junge Menschen das erste Mal zu dieser Bundeswahl zur Urne treten. 62.400 Staatsbürgerinnen und -bürger aus Wien haben inzwischen das Wahlalter von 16 Jahren erreicht und können so zum ersten Mal für das Parlament am Ring ihre Stimme abgeben.
WIEN. Wahlen sind nicht nur richtungsentscheidende Prozesse, sondern auch ein Hochfest für Statistiker. Viel gibt es zu berechnen, zu analysieren oder auch zu vergleichen. Auch ein Blick auf die Jungwählerinnen und -wähler lohnt sich.
Kategorisiert werden mit diesem Begriff jene Staatsbürger, die tatsächlich im jüngeren Alter sind und das erste Mal bei einer Nationalratswahl ihre Stimme abgeben dürfen, weil sie inzwischen die Wahl-Altersgrenze von 16 Jahren erreicht haben. Heuer sind es laut der zuständigen MA 62 – Wahlen rund 62.400 Wiener Jungwählerinnen und -wähler, die das erste Mal für die Richtungsentscheidung für das Parlament am Ring zur Urne schreiten dürfen.
Zahl fast verdreifacht
Zum Vergleich: Bei der jüngsten Nationalratswahl 2019 waren es noch mit 24.100 Jungwählerinnen und -wählern. Dies ist beinahe nur ein Drittel, verglichen zu heuer. Für die Wahlen davor liegen keine Daten vor. Der Hauptgrund für den Unterschied zwischen 2019 und 2024 liegt auch laut der MA 62 auf der Hand.
Denn wurde – wie selten der Fall – die Legislaturperiode dieses Mal voll ausgeschöpft. Ganze fünf Jahre liegen zwischen der Nationalratswahl 2019 und 2024. Besonders viele junge Menschen haben in dieser Zeit somit das Wahlalter von 16 Jahren erreicht und mussten bis zur heurigen bundesweiten Wahl warten, um für den Nationalrat abstimmen zu dürfen.
- Eine volle Legislaturperiode liegt zwischen der Nationalratswahl 2019 und jener von heuer. Dementsprechend erreichten viele Menschen das nötige Wahlalter von 16 Jahren. (Archiv)
- Foto: Roland Mühlanger / picturedesk.com
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Zwischen der Wahl 2019 und der vorletzten 2017 lagen jedoch nur zwei Jahre, da sich das Parlament nach einem Misstrauensantrag gegen den damaligen ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz selbst auflöste. Daher wurden im Vergleich gesehen relativ wenig Menschen zwischen den Urnengängen 2017 und 2019 16 Jahre alt.
Kaum volle Perioden
Generell gilt zu sagen, dass eine volle Legislaturperiode von fünf Jahren eher eine Seltenheit ist. 2007 wurde die Periode von vier auf fünf Jahre erhöht. Bereits 2008 gab es Neuwahlen, die daraus entstandene Regierung unter SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann hielt dann auch tatsächlich so lange.
- SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann (l.) mit seinem damaligen ÖVP-Vizekanzler Josef Pröll im Jahr 2008.
- Foto: APA / picturedesk.com
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Dann folgte eine Periode der vorgezogenen Neuwahlen zum Nationalrat. So wurde nach den vollen fünf Jahren bis 2013 bereits 2017 zur erneuten Stimmabgabe aufgerufen. Das gleiche Spiel gab es dann eben 2019.
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