Aufruf nach Brandanschlag
Ludwig und Deutsch mit Appell vor Lichtermeer

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und IKG Wien-Präsident Oskar Deutsch (Archivbild). | Foto: Alexander Mach/RMW
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Nach dem Anschlag auf den größten jüdischen Friedhof Wiens sitzt der Schock tief. Die Zahl der antisemitischen Vorfälle steigt, heißt es von der Israelitischen Kultusgemeinde. Präsident Oskar Deutsch und Bürgermeister Michael Ludwig appellieren jetzt an die Zivilgesellschaft. 

WIEN. In der Nacht auf Allerheiligen erschütterte ein Brandanschlag am jüdischen Teil des Zentralfriedhofs die Bevölkerung. Ein Vorraum der Zeremonienhalle wurde dabei in Brand gesteckt und brannte im Zuge dessen vollständig aus. Dabei wurde auch ein Thoraschrein sowie zahlreiche wertvolle alte Bücher im Feuer zerstört. Außerdem wurden Hakenkreuze und der Name "Hitler" auf die Außenmauer gesprüht. MeinBezirk.at berichtete:

Feuer und Hakenkreuze am Wiener Zentralfriedhof

Jaron Engelmayer, Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), half am Donnerstag dabei, die nationalsozialistischen Symbole an der Mauer des größten jüdischen Friedhofs in Wien zu übermalen. 

Antisemitismus steigt

Seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober steigt auch in Österreich die Zahl der antisemitischen Vorfälle drastisch an. 165 sind es bereits an der Zahl - und das sind nur die gemeldeten Fälle. Die Antisemitismus-Meldestelle der IKG, bei der Vorfälle aller Art gemeldet werden können, geht von einer hohen Dunkelziffer aus. "Das sind Zeichen, die wir zu lesen gelernt haben", so Oskar Deutsch, Präsident der IKG. 

Der gesamte Bereich des jüdischen Friedhofs am Zentralfriedhof wurde von der Polizei abgesperrt. | Foto:  GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
  • Der gesamte Bereich des jüdischen Friedhofs am Zentralfriedhof wurde von der Polizei abgesperrt.
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Von dem antisemitischen Angriff am jüdischen Friedhof zeigte sich auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) tief erschüttert. Oberste Priorität habe in Wien ein friedvolles und respektvolles Zusammenleben. "Es ist unsere historische Verpflichtung, jüdisches Leben und jüdische Institutionen zu schützen", unterstrich Ludwig.

Aufruf zu Lichtermeer

Deutsch und Ludwig appellierten in einer gemeinsamen Aussendung an die Zivilgesellschaft. Es sei jetzt wichtiger denn je, zum Lichtermeer am Wiener Heldenplatz zu kommen und ein Zeichen gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen. "Für ein Ende der Angriffe auf Israel, das Judentum und die Demokratie, für die Befreiung aller Geiseln."

Das Lichtermeer findet Donnerstagabend, 2. November, um 18 Uhr im Herzen Wiens statt. Organisiert wird dieses von dem Aktivisten Daniel Landau und der Initiative "#YesWeCare" unter dem Motto "Bring Them Home" (zu Deutsch: "Bringt sie nach Hause"). In der Vergangenheit fanden bereits mehrfach sogenannte Lichtermeere statt. Diese sind ein Ausdruck der Solidarität und des Gedenkens - sei es an die Opfer der Corona-Pandemie oder die des Ukraine-Kriegs. 

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