Wien
Vizebürgermeister Wiederkehr will Bildungsgerechtigkeit fördern
- Bildung wird in Österreich so stark vererbt wie in keinem anderen EU-Land. Dagegen sollen nun Förderungen helfen.
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Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr und die Allianz Bildung Österreich wollen mehr Förderungen für digitale Schulangebote und einkommensschwache Familien.
WIEN. Wie kann ich mir Schulmaterial für mein Kind noch leisten? Wer unterstützt mich bei der Anschaffung von Laptop oder Tablet? Wie geht es weiter mit den Preissteigerungen? Diese Fragen stellen sich viele Familien. Zur Entlastung sollen sie zukünftig mehr Förderungen in Anspruch nehmen können, wenn es um das Schulmaterial der Kinder geht.
Schule wird immer digitaler
Es sollen zwar weiterhin auch "klassische" Unterrichtsmaterialien, wie etwa Bücher, gefördert werden, allerdings nun auch digitale Angebote. Es geht vor allem um digitale Geräte und Internetzugänge, die mittlerweile oftmals Voraussetzung für den Unterricht sind. Fest steht, dass der Schulsektor durch Digitalisierung und Teuerungen gleichermaßen betroffen ist, und dringend eine Entlastung der Betroffenen auf die Beine gestellt werden muss, um Bildung an den Wandel der Zeit anpassen zu können. Deshalb würde die Stadt Wien hier ab jetzt "massiv" unterstützen, so Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS).
- In Zeiten von Digitalisierung und Teuerung braucht es mehr Förderungen für einkommensschwache Familien. Da sind sich Vizebürgermeister Wiederkehr und Iris Blatterer, Geschäftsführerin der Allianz Bildungsmedien, Österreich einig.
- Foto: Allianz Bildungsmedien Österreich/APA-Fotoservice/Reither
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"Immer mehr Lehrinhalte werden digital zur Verfügung gestellt, auch dafür braucht es entsprechende Budgets. Für die Zukunft wird es daher wesentlich sein, dass Bildungsmedien sowohl digital als auch analog gefördert werden und ein gerechter Zugang zu diesen für alle bewerkstelligt werden kann", erklärt Iris Blatterer, Vorstandsmitglied der Allianz Bildungsmedien Österreich und Geschäftsführerin der Westermann Verlagsgruppe.
Bildung ist eine Frage des Einkommens
Wenn es um einen gerechten, Einkommens-unabhängigen Zugang zu Bildung geht, steht Österreich noch ein langer Weg bevor. Laut Arbeiterkammer erreichen 57 Prozent der Kinder, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben, ebenfalls einen Universitätsabschluss. Im Vergleich: Nur sieben Prozent jener Kinder, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben, absolvieren eine Hochschule.
Bildung wird so also noch immer vererbt und hängt stark vom Einkommen und oft auch von den Beziehungen der Eltern ab. Österreich ist im EU-Vergleich trauriger Spitzenreiter, was Bildungs-Ungerechtigkeit betrifft. "Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen, bildungsfernen Familien sind besonders häufig die Verlierer:innen des Bildungssystems", so Severin Broucek, Geschäftsführer von Teach For Austria. Teach for Austria bietet deshalb eigene Fellow-Programme für Familien an, die Unterstützung in Anspruch nehmen möchten.
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