Rapid-Wien
Andy Marek nimmt nun wirklich Abschied

Andy Marek war 27 Jahre ein Fixpunkt in der Rapid-Familie. Am Sonntag greift er zum letzten Mal zum Mikrofon.
  • Andy Marek war 27 Jahre ein Fixpunkt in der Rapid-Familie. Am Sonntag greift er zum letzten Mal zum Mikrofon.
  • Foto: Gillmann
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Seit 27 Jahren ist der Niederösterreicher Andreas Marek aus dem Traditionsverein Rapid-Wien nicht wegzudenken. Doch am Sonntag, 16. Februar, ist Schluss damit. Er legt seine Tätigkeit als Club-Service-Leiter zurück.

WIEN. Rapid-Wien Fans sind derzeit in Aufregung. Nicht nur weil der österreichische Rekordmeister  sich derzeit auf dem dritten Platz in der Bundesligatabelle befindet – 12 Punkte trennen die Kicker vom Erstplatzierten, Red Bull Salzburg – sondern weil sie am Sonntag, 16. Februar, Abschied nehmen müssen.

Schweren Herzens geht Andreas Marek, seit 27 Jahren ein Fixpunkt in der "Rapid-Familie" in die wohlverdiente Stadion-Pension. Zum letzten Mal wird er beim Spiel gegen WSG Tirol zum Mikrofon greifen.

Rapid-Ära geht zu Ende

27 Jahre sind eine lange Zeit. In dieser hat Andy Marek nicht nur rosige Erlebnisse mit dem beliebten Fußball-Club Rapid-Wien verbracht. Doch trotzdem möchte er davon keine einzige Sekunde missen. "Rapid hat mir sehr viel gegeben, doch für Rapid habe ich auch sehr viel untergeordnet", so Marek.

Besonders hart war für ihn die Zeit nach dem Derby-Platzsturm im Jahr 2011. Damals startete eine Phase der Verzweiflung im Club. 102 Stadionverbote wurden ausgesprochen und es gab beinahe ein ganzes Jahr lang keinen sinnvollen Kontakt mit den Fans. Marek bezeichnet diese Zeit als einen Tiefpunkt in seiner Karriere. Doch trotzdem ist er seiner Linie damals treu geblieben und hat gemeinsam mit seinem gesamten Team das Vertrauen zu den Fans wieder aufgebaut. Die Rapid-Familie, wie er den Club gerne nennt, hat davon nur kurz Schaden genommen.

Denn rückblickend sind für Andy Marek die positiven Erlebnisse mit seinem Club weitaus erwähnenswerter. Das Europacup-Finale 1996, die Champions-League-Teilnahme 1996 und 2005, die Meistertitel 1996, 2005 und 2008, die zahlreichen Europacup-Auswärtsreisen und auch die Eröffnung des neuen Allianz Stadions im Jahr 2016. 

Gesundheit geht vor

Doch im Leben zählt eben nicht nur Fußball – auch wenn es für unzählige Fans manchmal so scheint – auch das Leben selbst, die Familie, Freunde und die eigene Gesundheit darf darunter nicht leiden. Daher hat er im vergangenen Jahr für sich selbst einen Schlussstrich gezogen. Nach einer zwar gelungenen Operation im November will er nun kürzertreten. Er hört nun auf seinen Körper, wie er sagt, und legt am Sonntag, 16. Februar, sein Amt als Club-Service-Leiter zurück. Wie seine Aufgaben nun im Club verteilt werden, wird erst am Freitag bekannt gegeben. Wichtig ist ihm jedoch, dass er alles "so übergibt, wie es sich gehört."

Aufgaben eines Club-Service-Leiters

Andreas Marek war vielen Österreichern außerhalb des Vereins nur als Stadionsprecher bekannt. Doch als Club-Service-Leiter hatte er sehr viel mehr Aufgabengebiete. Unter anderem die Betreuung von Abonnenten, Mitgliedern, Fanclubs und Greenies. Er half beim Ticketing, organisierte den Spieltag und war eine wichtige Stütze beim Merchandising. Auch der VIP-Club mit seinen 2.300 gemeldeten Personen stand unter seiner Verantwortung. Und nicht zu vergessen, die zahlreichen Veranstaltungen im Laufe eines Jahres und die zahlreichen Fan-Ausfahrten zu Auswärtsspielen oder Fanreisen.

Wer nun seine zahlreichen Agenden übernimmt, steht derzeit noch nicht fest, doch es wird gemunkelt, dass sich künftig nicht nur eine Person um diese kümmern wird. So umfangreich ist das derzeitige Aufgabengebiet von Andreas Marek.

Autor:

Larissa Reisenbauer aus Wien

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