WM-Quali
Österreich-Kracher gegen Bosnien sorgt für Ausnahmezustand in Wien
- Der große Traum der direkten WM-Teilnahme ist für Österreich zum Greifen nah. Ein Remis reicht am Dienstag gegen Gegner Bosnien.
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Vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina rechnet Wien mit Zehntausenden Fans beider Seiten, umfassenden Sicherheitsmaßnahmen und massiven Verkehrsbehinderungen. Dafür werden einige Öffi-Linien in dichterem Intervall verkehren.
Aktualisiert am 18. Nov., 12.12 Uhr.
ÖSTERREICH/WIEN. Am Dienstagabend steht für die österreichische Nationalmannschaft in Wien ein echtes Entscheidungsspiel an. Die Ausgangslage in Gruppe H ist eindeutig, durch den 3:1-Sieg Bosniens über Rumänien am Wochenende kommt es nun zum großen Showdown. Ein Remis gegen Bosnien-Herzegowina im Ernst-Happel-Stadion würde bereits für die direkte WM-Qualifikation in Nordamerika reichen – MeinBezirk berichtete:
Die letzte Teilnahme der Österreicher bei einem WM-Turnier war 1998 in Frankreich, die Gäste nahmen bisher einmal an einer Weltmeisterschaft teil, und zwar 2014 in Brasilien. Laut Medienberichten sollen rund 25.000 bosnische Fans nach Wien anreisen. Der Andrang im ausverkauften Stadion selbst wird groß sein: Rund 48.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden erwartet. Der Einlass beginnt um 18.45 Uhr, Spielbeginn ist um 20.45 Uhr.
Größere Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen
Die Behörden warnen daher vor erheblichem Verkehrsaufkommen am Dienstag und empfehlen frühzeitige Anreise. Laut dem Verkehrsclub ÖAMTC muss mit teils deutlichen Verzögerungen auf allen Zufahrtsrouten gerechnet werden. Befürchtet wird ein erhöhter Verkehr auf:
- A23, Südost Tangente, vor den Ausfahrten Handelskai
- Handelskai
- Ausstellungsstraße
- Schüttelstraße
- Praterstern
- Vorgarten- und Engerthstraße in Stadionnähe
- Schlachthausgasse
Zusätzlich ist die Stadionallee aufgrund von Bauarbeiten ab der Schüttelstraße Richtung Handelskai gesperrt. Auch kurzfristige Sperren rund um Meiereistraße und Stadionallee sind je nach Verkehrslage möglich. Die Kurzparkzonenregelung im zweiten Bezirk gilt am Spieltag bis 22 Uhr weiter. Es stehen zahlreiche Parkhäuser im erweiterten Umfeld zur Verfügung, dennoch rät der Verkehrsclub dringend zur Anreise mit der U2 oder anderen Öffis.
- Die Euphorie beim Österreich-Gegner ist nach dem 3:1-Sieg gegen Rumänien am Samstag mindestens genauso groß. 25.000 bosnische Fans werden am Dienstag in Wien erwartet
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Auch die Polizei trifft wegen des Großereignisses umfangreiche Maßnahmen. "So wie bei jeder Großveranstaltung wurde auch für diese Sportveranstaltung ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet", teilte die Exekutive auf Anfrage mit. Man werde "mit ausreichend Einsatzkräften für einen ordnungsgemäßen Ablauf und die öffentliche Sicherheit sorgen – nicht nur im und rund um das Stadion." Demnach sind sowohl im Vorfeld als auch danach uniformierte und zivile Kräfte in mehreren Bezirken im Einsatz.
Zufahrten werden zusätzlich eingeschränkt: Auch die Rustenschacherallee ist wegen eines Baufelds gesperrt, die Engerthstraße bleibt, abgesehen von Anrainern, Einsatzfahrzeugen, Spielerbussen und gelotsten Fahrzeugen vorbehalten, so die Polizei weiter.
Taktverdichtungen bei U1 und U2
Öffi-technisch gibt es gute Nachrichten: Aufgrund des Quali-Spiels werden die U-Bahn-Linien U1 und U2 in dichterem Intervall verkehren, wie die Wiener Linien auf MeinBezirk-Nachfrage mitteilten. Außerdem wird die Buslinie 11A verstärkt. Das Öffi-Unternehmen appelliert an faires Verhalten in Stationen und Zügen und empfiehlt, für An- und Abreise ausreichend Zeit einzuplanen sowie Durchsagen und Anzeigen zu beachten.
In der Vergangenheit war es zudem bei Begegnungen gegen Österreich mehrfach zu großen Fanmärschen der bosnischen Anhänger vom Schwedenplatz zum Stadion gekommen, auch dieses Mal wird ein solches erwartet.
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