Stammkunden-Rekord
873 Millionen Fahrgäste mit Wiener Linien unterwegs
- Das Fahrgastaufkommen war 2024 im Vergleich zum Vorjahr bei den Wiener Linien wieder deutlich gestiegen.
- Foto: Wiener Linien / Johannes Zinner
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Nicht nur das Öffi-Angebot wird laufend erweitert, auch sind immer mehr Menschen mit den Wiener Linien unterwegs. 873 Millionen Fahrgäste, rund 2,4 Millionen pro Tag, waren 2024 mit Bim, Bus und U-Bahn unterwegs. Bei den Stammgästen gab es sogar einen Allzeitrekord.
WIEN. Man merkt es nicht nur an so manch vollgestopfter U-Bahn im morgendlichen Pendlerverkehr. Auch in der Bilanz findet sich das enorme Fahrgastaufkommen bei den Wiener Linien wieder. Das Öffi-Unternehmen hat am Donnerstag das Jahr 2024 rekapituliert.
Es zeigt sich: 873 Millionen Fahrgäste waren mit den unterschiedlichen Fahrzeugen des Betriebs unterwegs. Ein sattes Plus von 6,8 Prozent zu 2023. Pro Tag waren im Vorjahr damit beinahe 2,4 Millionen Menschen im Netz der Wiener Linien unterwegs.
Mehr Stammkundschaft
Besonders erfreulich für die Verantwortlichen: Rund 1,3 Millionen Menschen sollen Stammkunden sein. Sie besitzen also entweder eine Jahreskarte, ein Klimaticket oder einen anderen Dauerfahrschein für das Streckennetz. Hier verzeichnet man sogar einen Allzeitrekord. "Damit gibt es in Wien weit mehr Menschen mit einer Jahreskarte oder einem anderen Dauerticket als Pkw", zeigt man sich stolz.
- Bei den Stammkundinnen und -kunden gab es einen Allzeitrekord.
- Foto: Wiener Linien
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Auswirkungen habe das gestiegene Fahrgastaufkommen jedoch auch auf den sogenannten Modal-Split. Dieser zeigt, welche Verkehrsmittel die Wienerinnen und Wiener auf ihren Alltagswegen benutzen. "Demnach werden 34 Prozent der Wege mit den Öffis zurückgelegt, ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konnte der Anteil des Autoverkehrs erstmals auf 25 Prozent gesenkt werden", rechnet man bei den Wiener Linien vor.
Personal gesucht
Neben den Strecken und den Fahrzeugen an dem Erfolg maßgeblich beteiligt waren die rund 9.700 Wiener Linien-Mitarbeitenden, betont die Vorsitzende der Geschäftsführung, Alexandra Reinagl: "Die Wiener Linien bieten dank des engagierten Einsatzes ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag für Tag ein Öffi-Netz von Weltklasse zu fairen Preisen. Die Zunahme bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gegenüber den Vorjahren verdeutlicht einmal mehr, dass die Öffis das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität in der Stadt sind."
- Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, Alexander Reinagl, betont auch das Engagement des Personals.
- Foto: Wiener Linien / Clemens Schmidbauer
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2024 hat das städtische Verkehrsunternehmen 337 Bimfahrende, 105 U-Bahn-Fahrerende und 199 Buslenkende neu ausgebildet. Dazu kommen insgesamt 309 Lehrlinge in zehn Lehrberufen. Auch in den nächsten Jahren werden viele neue Mitarbeitende aufgenommen, da bei den geburtenstarken Jahrgängen eine Pensionierungswelle bevorsteht. Daher haben die Wiener Linien unter anderem vor Kurzem ein neues Schulungszentrum für angehende Straßenbahnfahrende eröffnet und laden regelmäßig zu Recruiting-Events.
909 Millionen Euro für die Zukunft
Damit nicht nur der Umstieg auf die Öffis weiter vorangeht, sondern auch die Qualität für die bestehenden Passagiere erhalten bleibt, "investieren wir auch weiterhin intensiv in den Ausbau und Erhalt der Öffi-Infrastruktur", versichert Reinagl. 2024 wurde dazu die "Modernisierungsoffensive" ausgerufen. Im Vorjahr wurden bereits 8,6 Kilometer Gleise und 53 Weichen erneuert, gesamt 100 Baustellen abgewickelt. 2025 werden 909 Millionen Euro für den Ausbau und die Erneuerung des Netzes, die Anschaffung neuer Fahrzeuge und weitere Projekte in die Hand genommen.
- Der "Modal Split" von 2024 laut den Wiener Linien. Der motorisierte Individualverkehr wurde erstmals auf 25 Prozent zurückgedrängt.
- Foto: Wiener Linien
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So verkehrt beispielsweise ab dem Sommer erstmals der Wasserstoffbus im Linienbetrieb. Ab Herbst soll die derzeit in Bau befindliche Straßenbahnlinie 12 vier Bezirke miteinander verbinden. Parallel dazu rollt auch das erste Mal die Bim-Linie 27 zwischen Donaustadt und Floridsdorf. Im Sommer startet die Verlängerung der Linie 18 bis zum Stadion. Und die Tunnelbohrmaschine "Debohra" gräbt sich weiter durch den Untergrund weiter bis zur künftigen U2/U3-Station Neubaugasse und danach bis zu ihrem Ziel am Augustinplatz. In der zukünftigen U5-Station Frankhplatz wird derweil der Innenausbau vorangetrieben.
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