Pendlerschock
Neuer Höchstpreis beim Sprit bei Wiener Tankstellen erzielt

Noch nie zahlte man in Wien wie in Österreich so viel für den Liter Diesel an den Tankstellen. (Symbolfoto) | Foto: minervastock/Smarterpix
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  • Noch nie zahlte man in Wien wie in Österreich so viel für den Liter Diesel an den Tankstellen. (Symbolfoto)
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Seit Wochen kommt es zu einem Anstieg der Spritpreise, jetzt ist es passiert: Noch nie war Diesel so teuer an den Tankstellen wie zuletzt. Nicht nur in Österreich, auch in Wien wurde ein Rekord erzielt. Beim Benzin ist man noch ein Stück entfernt, nähert sich jedoch auch der Höchstmarke.

WIEN. Schon (fast) täglich gibt es Neues von den Zapfsäulen in der Hauptstadt zu berichten. Und das, da die Preise für Diesel und Benzin derzeit wieder kräftig anziehen. Die Gründe findet man vor allem im Nahen Osten. Der steigende Rohölpreis an den Weltmärkten gab die Richtung vor, die Endprodukte für Verbrennerfahrerinnen und -fahrer zogen nach.

Die E-Control trackt die Preise an den heimischen Tankstellen regelmäßig und veröffentlicht jeweils am Folgetag die Medianpreise für Diesel und Benzin. Beim Medianpreis handelt es sich um genau jenen Wert, der in der Mitte aller Einmeldungen liegt. Er ist damit aussagekräftiger als der Durchschnittspreis, da er kräftige Ausreißer nach oben oder unten nicht so stark berücksichtigt.

Allzeithoch bei Diesel

Die frischeste Preismeldung befasst sich mit dem Mittwoch, 16. September. Dieselfahrerinnen und Dieselfahrer mussten noch nie so tief für ihren Treibstoff in die Tasche greifen, wie an diesem Tag. Am 6. April zahlte man 2,259 Euro/Liter im Median an Wiens Tankstellen, dieser Allzeitrekord wurde jetzt übertrumpft mit 2,289 Euro/Liter.

Ganz generell sind die Dieselpreise in Gesamtösterreich derzeit auf Rekordhöhe. 2,268 Euro/Liter zahlte man im Median vom Boden- bis zum Neusiedlersee. Am 30. März 2026, der alten Rekordmarke, waren es noch 2,245 Euro/Liter.

Super 95 nähert sich Zwei-Euro-Marke

Angesichts dieser Rekordpreise beim Diesel können Bezinlenkerinnen und -lenker nicht wirklich aufatmen. Auch sie erwischt es dieser Tage besonders hart. Sowohl in Wien (1,969 Euro/Liter) als österreichweit (1,959 Euro/Liter) gab es einen neuen Jahresrekord bei der Treibstoffsorte Super 95 für 2026 am Mittwoch.

Der ÖAMTC fordert, dass jetzt Maßnahmen ergriffen werden. (Symbolbild) | Foto: Pixabay
  • Der ÖAMTC fordert, dass jetzt Maßnahmen ergriffen werden. (Symbolbild)
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Wer den bisherigen Allzeitrekord bei Super 95 sucht, der muss schon etwas weiter zurückblättern. Der lag österreichweit bei 2,099 Euro/Liter und wurde am 24. Juni 2022 erzielt. Also genau in jenem Jahr und nur wenige Monate, nachdem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine samt Energiekrise begonnen hatte.

Maßnahmen gefordert

Angesichts dieser Preisentwicklungen ermahnt der Automobilclub ÖAMTC in einer Aussendung, dass Maßnahmen getroffen werden müssen. "Die Konsument:innen sind an der Zapfsäule mit Höchstpreisen konfrontiert und Konzerne erzielen außerordentliche Gewinne: Es wäre an der Zeit, endlich jene Menschen zu entlasten, die auf das Auto angewiesen sind." Man fordert eine europäische Übergewinnsteuer, mit welcher man dann die Mineralölsteuer und CO₂-Bepreisung senken und so Kostendruck reduzieren könnte, so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober.

Zu den aktuellen Preisdaten von E-Control gelangst du hier. MeinBezirk listet dir außerdem täglich die günstigsten Tankstellen in der Umgebung auf. Mehr dazu unten.

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