U-Bahnausbau in Wien
U2xU5 kostet 300 Millionen Euro mehr, Verhandlungen laufen

Vor vier Jahren wurden die Kosten mit dem Bund in der sogenannten 15a-Vereinbarung geregelt.  | Foto: Valentina Marinelić/MeinBezirk
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  • Vor vier Jahren wurden die Kosten mit dem Bund in der sogenannten 15a-Vereinbarung geregelt.
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Der U2xU5-Ausbau sorgt in Wien für Mehrkosten in Höhe von mindestens 300 Millionen Euro. Laut einer Vereinbarung zwischen Bund und Stadt sind Nachverhandlungen über die Finanzierung vorgesehen, wenn die Preise drei Jahre in Folge deutlich steigen. Zu solchen Gesprächen ist es zuletzt auch gekommen – teils bereits auf politischer Ebene, wie MeinBezirk erfuhr.

WIEN. Ein immer wiederkehrendes Thema in Wien ist der Bau des Linienkreuzes U2/U5, auch als Ausbau U2xU5 bezeichnet. Ursprünglich war die Fertigstellung der U5 (Karlsplatz–Frankhplatz) für etwa 2026 vorgesehen, jene der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz für die Jahre 2028 beziehungsweise 2030.

In den vergangenen Jahren kam es jedoch zu mehreren Verzögerungen. 2024 wurde bekannt, dass sich die Bauarbeiten um zwei Jahre verlängern werden. Schon damals war von Mehrkosten in Höhe von rund 300 Millionen Euro die Rede. Als Gründe galten Preissteigerungen infolge des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie.

Im November des vergangenen Jahres folgte ein weiterer Einschnitt: Die Inbetriebnahme der U5 verzögert sich laut Wiener Linien aufgrund von Sparmaßnahmen um weitere vier Jahre. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts U2/U5 bis Mitte der 2030er-Jahre soll jedoch weiterhin möglich sein.

Nachverhandlungen vorgesehen

Wie erwähnt, benötigen die Wiener Linien mindestens 300 Millionen Euro zusätzlich für das Großprojekt. Die Finanzierung wurde vor vier Jahren gemeinsam mit dem Bund in einer sogenannten 15a-Vereinbarung geregelt. Darin ist festgelegt, wer welche Kosten trägt, welche Zuständigkeiten gelten und welche Ziele umzusetzen sind.

Laut dieser Vereinbarung sind Nachverhandlungen vorgesehen, wenn der Baukostenindex drei Jahre in Folge um mehr als 2,5 Prozent steigt. Diese Gespräche finden im sogenannten Lenkungsausschuss statt, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Wien sowie des Mobilitäts- und des Finanzministeriums sitzen. Da die Preise zwischen 2021 und 2024 deutlich gestiegen sind, wurden solche Verhandlungen erforderlich.

Die U5 hätte schon 2026 bis zum Frankhplatz fahren sollen – nun verzögert sich die Eröffnung um Jahre. | Foto: Valentina Marinelić/MeinBezirk
  • Die U5 hätte schon 2026 bis zum Frankhplatz fahren sollen – nun verzögert sich die Eröffnung um Jahre.
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MeinBezirk wollte wissen, ob es zuletzt tatsächlich zu entsprechenden Gesprächen gekommen ist. Beide Seiten bestätigten dies auf Anfrage. Während eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte, man werde diese Gespräche nicht kommentieren und dem Ergebnis nicht vorgreifen, gab es aus dem Mobilitätsministerium nähere Angaben.

Gespräche auch auf politischer Ebene

„Das Thema wurde bereits mehrfach im Lenkungsausschuss zur Wiener U-Bahn behandelt, in dem Vertreter der Stadt Wien sowie des Verkehrs- und Finanzministeriums eingebunden sind. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass die tatsächlichen Preissteigerungen höher ausgefallen sind als ursprünglich angenommen“, schildert Pressesprecher Julian Möhwald.

Auch erste Gespräche auf politischer Ebene zwischen dem zuständigen Stadtratsbüro von Ulli Sima (SPÖ) und dem Finanzministerium haben demnach bereits stattgefunden. „Eine endgültige politische Entscheidung darüber, ob und in welchem Ausmaß der Bund seinen gedeckelten Beitrag aufgrund der valorisierungsbedingten Mehrkosten anpasst, steht derzeit noch aus.“

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Vor vier Jahren wurden die Kosten mit dem Bund in der sogenannten 15a-Vereinbarung geregelt.  | Foto: Valentina Marinelić/MeinBezirk
Die U5 hätte schon 2026 bis zum Frankhplatz fahren sollen – nun verzögert sich die Eröffnung um Jahre. | Foto: Valentina Marinelić/MeinBezirk
Archiv | Foto: Salme Taha Ali Mohamed/MeinBezirk
Archiv | Foto: Wiener Linien/Simon Wöhrer
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