Privatpersonen und Firmen
Wien bei Insolvenzen österreichischer Spitzenreiter

Das Handelsgericht Wien musste sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mit mehr Privatinsolvenzen beschäftigen, als noch ein Jahr zuvor. Immerhin sank die Zahl an Firmeninsolvenzfällen. | Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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  • Das Handelsgericht Wien musste sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mit mehr Privatinsolvenzen beschäftigen, als noch ein Jahr zuvor. Immerhin sank die Zahl an Firmeninsolvenzfällen.
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Die Creditreform hat sich die Entschuldungsstatistik für die ersten drei Quartale des Jahres 2026 angesehen. In Wien gab es einen doch spürbaren Anstieg an Privatinsolvenzen. Bei dem Unternehmensentschuldungen hingegen ging die Fallzahl leicht zurück. Egal, ob Mensch oder Firma: Die Insolvenzquote liegt österreichweit in beiden Sektoren nirgendwo so hoch wie in der Hauptstadt.

WIEN. Eines haben Privatpersonen wie Unternehmen gemeinsam: Ohne ausreichend Geld droht der finanzielle Kollaps. Ist dem der Fall, gilt für Mensch als auch Firmen ebenso oftmals das Gleiche: Es droht der Schritt zum Handelsgericht Wien, um eine Insolvenz anzumelden.

Der Kreditorenverband Creditreform hat sich die Zahl der Insolvenzfälle im heurigen Jahr bis Ende September, also erstes bis inklusive drittes Quartal, genauer angesehen. In der Hauptstadt kamen erneut mehr Menschen mit ihrem Einkommen nicht aus. 2.584 Privatinsolvenzen wurden eröffnet, um 105 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Plus von 4,2 Prozent.

Hauptstadt der Schuldner

Zwar zeigt die Statistik auch, dass in jedem Bundesland wie auch bundesweit die Zahl an Privatinsolvenzfällen gestiegen ist. Wien steht jedoch an der Spitze der Schuldnerinnen und Schuldner: Auf 10.000 Erwachsene kommen demnach 16,2 Insolvenzfälle.

Die Zahl der Privatinsolvenzen je nach Bundesland. Wien führt nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch im Schnitt je 10.000 Erwachsenen die Liste an. | Foto: Screenshot Creditreform
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Bei diesem Schnitt mithalten kann am ehesten Vorarlberg mit zwölf Fällen pro 10.000 Volljährigen. Es folgt Kärnten (10,5) und Tirol (10,4) sowie Oberösterreich (10,2). Die niedrigste Quote findet man im Burgenland (5,0). Im Bundesschnitt gab es 10,7 Insolvenzfälle.

Firmenpleiten rückläufig

Etwas weniger Arbeit hatte das Wiener Handelsgericht in den ersten drei Quartalen 2026 wiederum mit den Firmenpleiten. Laut Creditreform-Statistik gab es um 53 Fälle bzw. 2,7 Prozent weniger als im Vergleichsjahr 2025.

Obwohl es bei den Firmeninsolvenzen auch Bundesländer mit deutlichen Steigerungen – in Vorarlberg gab es ein sattes Plus von gleich 48,6 Prozent – verzeichnet wurden, bleibt auch in diesem Segment die Hauptstadt der Pleitekaiser. 

Je 1.000 Unternehmen wurden laut Creditreform 22,8 Insolvenzfälle in Wien gezählt. Es folgt Kärnten (13,8), Niederösterreich (13,2) und die Steiermark (12,4). Am wenigsten Fälle zählte man in Tirol (7,2), der Bundesschnitt liegt mit 13,9 deutlich unter jenem von Wien.

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Das Handelsgericht Wien musste sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mit mehr Privatinsolvenzen beschäftigen, als noch ein Jahr zuvor. Immerhin sank die Zahl an Firmeninsolvenzfällen. | Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
Die Zahl der Privatinsolvenzen je nach Bundesland. Wien führt nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch im Schnitt je 10.000 Erwachsenen die Liste an. | Foto: Screenshot Creditreform
Rückläufig war die Zahl an Firmeninsolvenzfällen, im Schnitt findet man unter 1.000 Unternehmen jedoch die meisten. | Foto: Screenshot Creditreform
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