Flussserie Teil 6
Kamp glänzt durch Naturnähe

Der Kamp im Bezirk Zwettl ist weitgehend naturbelassen.
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  • Der Kamp im Bezirk Zwettl ist weitgehend naturbelassen.
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BEZIRK. Unser Kamp gilt als sehr naturnah und ist nur von wenigen Renaturierungsmaßnahmen betroffen.

Die Gewässer werden seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt. Durch Kanalbauten, Wasserkraftwerke oder Begradigungen wurden sie aber mehr oder weniger stark verbaut. Dies führte dazu, dass sich die Flüsse als Lebensräume bedeutend veränderten. Durch Renaturierung bzw. Rückbau wird versucht, die Qualität von Flussläufen zu verbessern sowie verschiedene Tier- und Pflanzenarten wieder anzusiedeln.

Kamp ist besonders

Der Kamp im Bezirk Zwettl bleibt aufgrund seiner Naturnähe weitgehend von Renaturierungsmaßnahmen verschont. Dies bestätigt Norbert Knopf von der Abteilung Wasserbau des Landes NÖ: "Der Kamp im Bezirk Zwettl ist sehr, sehr naturnah. Es gibt hier keine großen Renaturierungsmaßnahmen."

Dem schließt sich auch Wilfried Brocks von der Fischereigesellschaft Zwettl an: "Die Kampbereiche außerhalb der Stadt sind erfreulicherweise sehr naturbelassen. Nur im Stadtbereich gab es ein Projekt in den 70ern." Damals wurde der Kamplauf in der Stadt von der Kampbrücke beim Lagerhaus Richtung Oberhof neugestaltet, als die Wehranlage in Oberhof wegfiel. Es wurde künstlich eine sanfte Kurve hergestellt und Steinplatten verlegt. "Man hat damals sehr darauf geachtet, dass man nicht maßgeblich in die Natur eingreift und es wurde sehr naturnah gearbeitet - das war außergewöhnlich für die damalige Zeit", so Brocks.

Hilfe für Fisch & Otter

Ein kleineres Projekt im Jahr 2008 war die Errichtung einer Fischaufstiegshilfe in Form einer Rinne bei der Kamp-Wehranlage Mayermühle in Zwettl. Durch versetzt angeordnete Borstenelemente wird die Fließgeschwindigkeit in der Rinne verringert - dadurch entstehen Ruhebereiche, die allen Fischarten den einfachen Auf- und Abstieg und somit die wichtige Wanderung ermöglichen. Das Projekt wird von NÖ Landschaftsfonds, vom Landesfischereiverband und vom örtlichen Fischereiverband gefördert.

Naturschutzprojekte des Landes NÖ führten auch dazu, dass sich der Fischotter wieder vermehrt im Waldviertel ansiedelte. So wurde beispielsweise der Kamp-Abschnitt im Zwettler Stadtgebiet nach den Bedürfnissen des Fischotters umgestaltet.

Klimafitter Wald am Stausee

Von Seiten der EVN gibt es immer wieder Naturprojekte bei den Kampstauseen. Derzeit wird ein "Wald der Zukunft" am Ottensteiner Stausee geplant. Auf einer Fläche von rund vier Hektar wurden bereits im Uferbereich durch Borkenkäfer und Trockenheit beeinträchtigte Bäume rausgenommen. "Wir werden hier gemeinsam mit Experten und regionalen Partnern ein Aufforstungskonzept für einen Wald der Zukunft erarbeiten und umsetzen. Dabei geht es um Baumarten, die mit den veränderten Wetterbedingungen besser zurechtkommen. Neben unserem konsequenten aber behutsamen Ausbau der erneuerbaren Energie ist auch das ein Beitrag dafür, dass das Waldviertel Waldviertel bleibt“, so EVN-Unternehmenssprecher Stefan Zach.

Das Schadholz wird im Biomasseheizwerk in Allentsteig zu wertvoller Naturwärme für die EVN-Kunden. Das Projekt kann auch maßgeblich zu einer höheren Biodiversität, sprich Tier- und Pflanzenvielfalt, am Stausee beitragen.

Der Kamp im Bezirk Zwettl ist weitgehend naturbelassen.
Am Kampstausee Ottenstein entsteht ein klimafitter Wald mit neuen Baumarten.
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