23.05.2016, 13:01 Uhr

Auch dieses Mal heißt es: Stattegg wählte anders

(Foto: BMI)
Als einzige Gemeinde in Graz-Umgebung hatte sich Stattegg im ersten Wahlgang gegen Norbert Hofer entschieden. Hier ging mit 29,49 Prozent Irmgard Griss als klare Favoritin hervor. Auch am Sonntag, bei der Stichwahl, hieß es wieder: Stattegg wählte anders – denn mit 57,9 Prozent kann sich Alexander Van der Bellen das Vertrauen der Stattegger sichern. Damit zeigt sich, dass sich eine Mehrheit der Griss-Wählerschaft für Van der Bellen entschieden hat.

Die Stattegger Grün-Gemeinderäte Stefan Rothbart und Helmuth Binder sind über das Ergebnis erfreut. "Es zeigt, dass wir mit guter bürgernaher Politik in Stattegg Vertrauen hergestellt haben. Alexander Van der Bellen war zwar ein unabhängier Kandidat, aber mit Grünen Inhalten. Das zeigt, dass sich grundsätzlich fast 60 Prozent der Statteggerinnen und Statteggern davon in irgendeiner Weise angesprochen fühlten", kommentiert Gemeindegruppensprecher Stefan Rothbart das Ergebnis.

Ob die Wahl Folgen für die politische Landschaft haben wird? "Ja", meint Rothbart klar. "Es hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Viele Wähler sind erstmals über ihren Schatten gesprungen und haben sich für eine politische Richtung entschieden, die sie vorher vielleicht noch nie gewählt haben. Ich denke, dass durch diesen Dammbruch für die nächsten Wahlen eine enorme Bewegung zu erwarten ist. Für die Grünen bedeutet das, dass man gesehen hat, mit welchen Strategien und Inhalten man mehr Wählerschichten grundsätzlich erreichen kann."

Übrigens: In Graz-Umgebung Nord hat neben Stattegg nur noch St. Radegung für Van der Bellen gestimmt. Alle Gemeindeergebnisse könnt ihr hier nachlesen.
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