03.08.2016, 00:00 Uhr

Ein Frühaufsteher mit viel Nähe zum Volk

Bilanzgespräch: Landtagsabgeordneter Oliver Wieser im Gespräch mit WOCHE-Redakteur Alois Lipp (Foto: Alle Fotos: Geopho)

Polit-Newcomer Oliver Wieser zieht nach erstem Jahr als Landtagsabgeordneter positive Bilanz.

Kein Gemeinderat, kein Mitglied einer SPÖ-nahen Vorfeldorganisation, kein sonstiges politisches Amt, und trotzdem ist Oliver Wieser seit 7. Juli 2015 steirischer SP-Landtagsabgeordneter. "Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte: ‚Du wirst Landtagsabgeordneter‘, hätte ich das auch nicht geglaubt", sagt der passionierte Frühaufsteher – vier Uhr morgens ist keine Seltenheit – heute. Ausschlaggebend für seine Entscheidung war der Politikstil der Reformpartnerschaft Voves/Schützenhöfer und das erstmalige Hearing der SPÖ für eine solche Position. "Die Öffnung der Partei war das Ziel von Franz Voves. Nach dem Hearing hatte ich eigentlich kein gutes Gefühl, aber mein Konzept, das mit viel Bürgernähe zu tun hat, ist angekommen", ist Wieser von seiner Entscheidung, in die Politik zu gehen, überzeugt. Und das auch nach einem bewegten Jahr mit Flüchtlingkrise. "Natürlich wünscht man sich am Anfang mehr Ruhe. Auch die Partei selbst musste mit einem Quereinsteiger erst umgehen lernen. Ich bin nicht nur auf Freunde gestoßen. Die Ablehnung hat sich aber in Grenzen gehalten", bilanziert Wieser ganz offen. War der Neo-Politiker bei der ersten Rede in der Landstube noch "ungewohnt nervös", ist er mittlerweile voll im Politik-Alltag angekommen: "Politik ist mit der Privatwirtschaft nicht vergleichbar. Man muss immer von allen Seiten bestätigt werden." Den Tipp, viele Hände zu schütteln, um bekannt zu werden, setzt der Polit-Neuling aus Seiersberg-Pirka Woche für Woche um. "Der Hauptjob ist die Arbeit vor Ort. Nur so kann man Politik machen."
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