20.07.2016, 11:39 Uhr

Die nächste Sperre am Steinberg kommt bestimmt

Am Steinberg geht’s rund: Die Bewohner befürchten durch die Deponie in Thal einen Anstieg des Schwerverkehrs. (Foto: geopho.com)

Die Anrainer am Steinberg machen weiter gegen den LKW-Verkehr und die Deponie in Thal mobil.

Sie geben nicht auf. Seit dem Jahr 2014 gehen die Anrainer der Steinbergstraße auf die Straße. Ein Mal im Monat wird auf Höhe des Gasthauses Dorrer eine Straßensperre abgehalten. "Und wir werden auch weiterhin nicht aufgeben", stellt Rudolf Ebner, Obmann des Schutzvereins Lebensraum Steinbergstraße, klar.
Der nicht ganz unverständliche Groll der Anrainer richtet sich gegen die mittlerweile in Vollbetrieb stehende Baurestmassendeponie in Thal und dem einhergehenden Schwerverkehr auf der Steinbergstraße. Über 3.000 Unterschriften hat die Initiative mittlerweile gegen die Deponie gesammelt und hat auch beim Verwaltungsgerichtshof Beschwerde gegen deren Bewilligung eingebracht. "Die Gemeinde Thal hat unter dem ehemaligen Bürgermeister für die Deponie einfach eine Änderung im Flächenwidmungsplan von Wald in Freiland vorgenommen. Damit konnten rund 80.000 Quadratmeter – eigentlich geschützter – Wald gerodet werden", schüttelt Ebner den Kopf.

Bereits zwei Gutachten des KfV

Nun versucht man, die Deponie mittels Tonnagebeschränkung für die Steinbergstraße zu bekämpfen. Bislang aber auch hier ohne Erfolg: "Es liegen zwei Gutachten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit aus 2014 und 2016 vor. In letzterem wurden zusätzlich alle Einwände der Bevölkerung eingehend untersucht", heißt es aus dem Büro des zuständigen Verkehrslandesrates Anton Lang. "Und dabei konnte weder ein für Landesstraßen unüblich hohes Verkehrsaufkommen noch ein Anstieg des LKW-Verkehrs registriert werden. Bei dieser Kamerazählung wurden 148 Zu- und Abfahrten an fünf Werktagen gezählt – bewilligt wären jedoch maximal 400 Fahrten im selben Zeitraum."
Conclusio aus dem Politbüro: "Das Anliegen der Bürgerinitiative, eine Baurestmassendeponie zu verhindern, kann nicht über ein LKW-Fahrverbot erreicht werden. Zufahrten zu einer rechtskräftig genehmigten Deponie stellen außerdem zweifelsfrei Ziel- und Quellverkehr dar, der von einem LKW-Fahrverbot auszunehmen wäre."

Zählkameras verschwunden

Ebner will das aber so nicht stehen lassen: "Die Zählkameras sind etwa zwei Tage lang entwendet worden. Außerdem sind allein bei unserer letzten Straßensperre sicher 20 LKWs hintereinander die Straße raufgefahren." Nun hat man zumindest erwirkt, dass im September eine neuerliche Verkehrszählung durchgeführt wird.
Zumindest bis dahin wird man am Steinberg weiter auf die Straße gehen – die nächste Sperre gibt’s am 29. Juli (10 bis 10.30 Uhr) wieder vor dem Gasthaus Dorrer.
STOI
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