18.09.2016, 09:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Von Schnürchen und Kräuslern

Unlängst hatte ich wieder so einen „perfekten“ Tag. Zu Mittag gab es Schnürchen, und natürlich trug mein weißes Hemd danach – wie immer – Spuren der gesalzenen Brühe. Beim Kräusler musste ich 30 Minuten warten, ehe ich drankam. Und abends bin ich dann vor dem Fernseher bei „Spartacus“ eingeschlafen, obwohl ich doch dessen Hauptdarsteller Issur Danielowitsch Demsky und Bernard Schwartz sehr schätze. Und dann schickten mir die Elfen noch einen Traum: Ich stand auf einer Bühne und musste stundenlang leere Orchester-Versionen von Andreas Gabalier-Songs zum Besten geben!

Da stimmt doch was nicht, denken Sie jetzt bestimmt. Richtig! Mit „Schnürchen“ sind natürlich Spaghetti gemeint. Der Begriff ist die Verniedlichungsform des italienischen „Spago“, was „Schnur heißt. „Gesalzene Brühe“, das bedeutet der Begriff „Sauce“ eigentlich. Das französische Verb „friser“ heißt so viel wie „kräuseln“ und gab dem Friseur seinen Namen. Kirk Douglas und Tony Curtis kennen sie ganz sicher, deren echte Namen aber eher nicht, gell?

Und zum Schluss noch zu den Elfen: Die heißen auch Alben und waren in der germanischen Mythologie für die bösen Träume verantwortlich – weswegen diese nun eben Albträume heißen. Und mein ganz persönlicher Albtraum wäre es, Karaoke-Versionen von Gabalier-Songs zum „Besten“ geben zu müssen. „Karaoke“ heißt wörtlich übersetzt „leeres Orchester“ …
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