26.07.2016, 13:38 Uhr

Kurt Hohensinner ist der Facebook-Star unter den Grazer Politikern

Von Freunden und "Likes": Stadtrat Kurt Hohensinner ist auf Facebook der beliebteste Grazer Politiker. (Foto: Foto Bilderbox/Grafik WOCHE)

Die Grazer Politiker sind auch in den sozialen Netzwerken aktiv – nur eine schwimmt gegen den Strom.

"Gefällt mir" – im Jahr 2016 kommt auch die Politik längst nicht mehr an den sozialen Netzwerken vorbei. So bespielt das Bürgermeisterbüro von Siegfried Nagl seit kurzer Zeit sämtliche Kanäle – von Facebook bis Snapchat. Und auch die übrigen Mitglieder der Stadtregierung sind auf diesen Zug längst aufgesprungen. Mittlerweile sind sämtliche Stadträte der Murmetropole zumindest auf Facebook aktiv.
Alle Stadträte, fast – eine Dame schwimmt tapfer gegen den Strom: Gesundheits- und Kulturstadträtin Lisa Rücker hat sich erfolgreich dem weltweiten Trend widersetzt. "Ich verzichte bewusst auf eine eigene Facebook-Seite und setze lieber auf die direkte Kommunikation mit den Bürgern", stellt die Grünen-Politikerin klar. "Ich bin außerdem der Meinung, dass, wenn man seine eigene Seite hat, die auch persönlich betreuen muss. Und der Aufwand mit dem ständigen Moderieren und Interagieren mit den Usern wäre fast nicht handelbar." Ganz kann sie sich den sozialen Netzwerken aber nicht entziehen: In ihrem Blog "Lisas Stadtfenster" (http://lisaruecker.tumblr.com/) postet sie über das Geschehen in der Landeshauptstadt und über deren Grenzen hinaus.

Selbst ist der Stadtrat

Mit dem Titel als "Facebook-Bürgermeister" von Graz darf sich Kurt Hohensinner schmücken. Der Bildungs- und Sportstadtrat kommt auf beachtliche 5.000 "Freunde" (siehe Grafik rechts). „Gerade in der Zeit von neuen Medien muss die Politik den Dialog mit den Bürgern suchen und aktiv mit diesen kommunizieren. Dieser direkte Kontakt ist mir besonders wichtig. Deshalb betreibe ich meine Facebook-Seite auch zu 100 Prozent selbst", stellt Hohensinner klar.
Dicht auf den Fersen ist ihm SPÖ-Chef Michael Ehmann: "An terminintensiven Tagen kommt es schon vor, dass ich zwei, drei Postings am Tag habe. So kann ich auf kürzestem Weg mit Menschen ins Gespräch kommen, offene Fragen beantworten und sagen, was mir für Graz wichtig ist."
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