02.08.2016, 10:53 Uhr

Unfähige Energie Graz

Dieser Bildschirm im Eingangsbereich kann außerhalb der Betriebszeiten eigentlich nur im Knien betrachtet werden. Vielleicht sollen wir ja alle vor der Energie Graz knien?

Als nachhaltig wirtschaftender Energieversorger ist uns neben der sicheren Versorgung mit Strom, Erdgas und Fernwärme der ressourcenschonende und bewusste Einsatz jeder einzelnen kWh ein großes Anliegen.


Diese schönen Worte stehen auf der Homepage der Energie Graz. Hier ist der Link dazu.

Am 27.7.2016 sendete ich folgendes E-Mail an die beiden Geschäftsführer der Energie Graz, MMag. Werner Ressi und Dipl.-Ing. Boris Papousek.

Graz, am 27.7.2016

Sehr geehrter Herr MMag. Werner Ressi!

Die folgenden fünf Statements sind so auf der Homepage der Energie Graz GmbH & Co KG, deren Geschäftsführer Sie sind, zu finden.

Ich bitte Sie, dass Sie sich einige Minuten Zeit nehmen, um diese fünf Punkte zu lesen und somit zur Kenntnis zu nehmen.

1) Durch verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und dem Fokus auf erneuerbare Energien verleihen wir unserem Umweltbewusstsein Ausdruck.

2) Unsere Werte Nähe, Fairness, Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit und Innovationsbereitschaft sind für uns keine leeren Floskeln. Als Leitlinien unseres unternehmerischen Handelns finden sie ihren Niederschlag in sämtlichen Unternehmensbereichen.

3) Als nachhaltig wirtschaftender Energieversorger ist uns neben der sicheren Versorgung mit Strom, Erdgas und Fernwärme der ressourcenschonende und bewusste Einsatz jeder einzelnen Kilowattstunde ein großes Anliegen.

4)Bildschirmschoner sind Stromfresser

5) Effizienz Ein Produkt der Energie Graz

Die Realität: Seit über drei Jahre versuche ich die Energie Graz GmbH & Co KG zu überzeugen, einfachste Strom-Einsparmöglichkeiten bei ihrem Kundencenter, das sich am Andreas-Hofer-Platz befindet, umzusetzen.

Die Chronologie können Sie hier nachlesen.

Bitte um einen Stellungnahme von Ihnen, wie Sie es als Geschäftsführer der Energie Graz GmbH & Co KG sehen, dass es die Energie Graz GmbH & Co KG bisher nicht geschafft hat, diese sehr einfachen, und von mir aufgezeigten Strom-Einsparmöglichkeiten bei sich selbst umzusetzen.
Besonders möchte ich hier auf Punkt 3 „…Als nachhaltig wirtschaftender Energieversorger ist uns neben der sicheren Versorgung mit Strom, Erdgas und Fernwärme der ressourcen-schonende und bewusste Einsatz jeder einzelnen Kilowattstunde ein großes Anliegen…“ hinweisen.


Vielen Dank für Ihre Antworten.

Mit energieeffizienten Grüßen

Rainer Maichin


Von der Energie Graz bekam ich dann folgende Antwort:


Sehr geehrter Hr. Maichin,

Ihre Anliegen hat uns und unsere Geschäftsführung erreicht.


Ich darf Ihnen hierzu mitteilen, dass sämtliche (im Eigentum der Energie Graz befindlichen) Computeranlagen in unserem Kundenservicecenter außerhalb unserer Öffnungszeiten deaktiviert (=abgeschaltet) sind.



Neben dieser einzelnen Aktivität arbeiten wir laufend an weiteren Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich Energieeffizienz - auch in unseren eigenen Anlagen.

Bis zur lückenlos optimierten Anlage haben auch wir noch einige Schritte zu setzen. Aber mit Aktionen wie beispielsweise Energies@work (https://energiesatwork.at/) werden wir täglich besser und effizienter.


Mit energievollen Grüßen,

Energie Graz GmbH & Co KG


"Danke" für diese nichtssagende Antwort und das Negieren meiner Fragen und Vorschläge


Eine von vielen seltsamen Antworten der Energie Graz, die damit ihre Unfähigkeit bei der Umsetzung von einfachsten Stromeinsparmöglichkeiten bei sich selbst wieder eindrucksvoll beweist.

Smart Meter retten unsere Zukunft


Die Smart Meter, so genannte intelligente Stromzähler, sollen flächendeckend bei allen Haushalten mit einem enormen Kostenaufwand eingebaut werden, um unsere Energie-Zukunft zu retten und Standby-Verbräuche aufzuspüren.

Meine Fragen dazu:
Wird beim Kundencenter der Energie Graz am Andreas-Hofer-Platz bereits so ein Smart Meter verwendet?
Ist beim Kundencenter überhaupt ein Stromzähler in Verwendung, denn es wäre hier sehr leicht möglich mit ein wenig Hausverstand, so ferne dieser auch verwendet werden darf, eine ordentliche Menge Strom einzusparen.

Knapp 2.000 kWh pro Jahr.

Das Beenden von unnötigen Einsatzzeiten bei Infomonitore und Bildschirmen außerhalb der Betriebszeiten könnte eine jährliche Stromeinsparung von knapp 2.000 kWh bewirken.
Diese Stromverschwendungen werden übrigens im Schaufenster und Eingangsbereich der Öffentlichkeit präsentiert. Auf andere Energiever-schwendungen, die von außen nicht einsehbar sind, kann ich leider nicht eingehen.


Murkraftwerk Graz

Das geplante Murkraftwerk Graz betrifft die ganze Stadt Graz. Die erzeugte jährliche netto-Strommenge beträgt etwa 71.200.000 kWh.
Wird diese Strommmenge auf alle Grazer, bzw. alle Grazer Firmen gleichmäßig aufgeteilt, so gibt es etwa 300.000 "Personen", die diesen Strom dann beziehen.

240 kWh Strom für jede GrazerIn

Jede Grazer Firma und jede Person in Graz erhält etwa 240 kWh Strom pro Jahr vom Murkraftwerk Graz - mehr geht leider nicht.
Die Energie Graz würde demnach auch etwa 240 kWh Strom pro Jahr anteilsmäßig bekommen. Die jährliche Stromverschwendung bei nur drei Monitoren und einem Bildschirm betragen aber bereits knapp 2.000 kWh.

Achtfache Stromverschwendung

Die vorsätzliche Stromverschwendung bei vier Verbrauchern ist somit etwa achtmal!!! so groß wie der anteilige Bezug vom geplanten Murkraftwerk Graz. Solche Beispiele gibt es vielleicht über 10.000 in Graz.
Ein Hoch auf alle Personen, die der Meinung sind, dass erneuerbare Energien und Smart Meter unsere Energie-Zukunft retten.

Spätestens im September 2016 gibt es dann wieder einen Beitrag über die Unfähigkeit der Energie Graz zur Umsetzung von einfachsten Stromeinsparmöglichkeiten bei ihrem Kundencenter, das sich am Andreas-Hofer-Platz befindet.

Über diese sehr einfache Stromeinsparmöglichkeit wurde die Energie Graz das erste Mal am 10.6.2013, also heute vor 1.148 Tagen (Stand 1.8.2016), von mir informiert.

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Dieser Beitrag ist ein Teil der Energie-Jagd,
die ein wichtiges Projekt vom Einsparkraftwerk ist.

Das Einsparkraftwerk ist zu 100 Prozent unabhängig von Energiekonzernen
und sonstigen politischen Entscheidungsträgern, und wird nicht gefördert.

Durch solche und ähnliche Beiträge möchte ich mehr Bewusstsein für eine sinnvolle Energieverwendung machen.
Ebenso wird das kranke und teilweise unfähige System, mit hoffentlich einfachen Worten und Mitteln, der Öffentlichkeit präsentiert, sodass sich dann irgendwann doch etwas ändern sollte - oder?
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