15.03.2016, 21:02 Uhr

St. Pölten kann in Kapfenberg die Tabellenführung ausbauen

Rassiges Duell: Cheikhou Dieng (St. Pölten) and Dominik Frieser (Kapfenberg). (Foto: GEPA Pictures/Hans Oberlaender)

0:1-Heimniederlage der Kapfenberger gegen den Titelanwärter aus St. Pölten.

FUSSBALL ERSTE LIGA. Kapfenberg konnte auch im fünften Erste-Liga-Duell gegen den SKN St. Pölten nicht gewinnen. Nach dem 0:1 im Fekete-Stadion lautet die Bilanz gegen den aktuellen Tabellenführer: Zwei Niederlagen und drei Remis. Die Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher baute damit die Tabellenführung aus. St. Pölten führt nach 23. Runden mit 47 Punkten vor dem LASK Linz (43) und dem FC Wacker Innsbruck (42).


Englische Woche

Motiviert durch den 3:1-Auswärtserfolg gegen Wiener Neustadt starteten die KSV-Falken in die „Englische Woche“. Das Heimspiel am Dienstagabend gegen den Tabellenführer SKN St. Pölten lockte bei winterlich-kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt zwar nur 550 Fans ins Fekete-Stadion. Die treuen Anhänger der Kapfenberger erlebten ein ambitioniert und flott geführtes Spiel ihrer Mannschaft.
In der ersten Spielhälfte gab es gute Chancen auf beiden Seiten. Einen Schuss von Cheikhou Dieng lenkte KSV-Torhüter Christian Petrovcic zum Corner. (9.). Auf der Gegenseite konnte Christoph Riegler einen Freistoß von Dominik Frieser parieren (15.). Jorge Elials dos Santos schoss aus aussichtsreicher Position vorbei (21.). KSV-Goalie Petrovcic, der den verletzten Christoph Nicht gut vertrat, faustete in der 40. Spielminute einen platziert geschossenen Freistoß von Michael Ambichl an die Stange.


Entscheidung nach der Pause

Beide Teams starteten unverändert in die zweite Spielhälfte. In Minute 51. Torjubel bei den Oberösterreichern: Florian Mader flankte in den KSV-Strafraum, Lukas Thürauer versenkte den Ball vom Elferpunkt unter die Latte, 1:0 für den Tabellenführer, KSV-Schlussmann Petrovcic war chancenlos.
Kapfenberg versuchte mit hoher Motivation und viel Offensivkraft den Rückstand wettzumachen. Daniel Racic nahm aus gut 25 Meter Maß, doch St.-Pölten-Torhüter Riegler hielt den Ball (66.). Der eingewechselte Won Gil Son hatte in der 80. Spielminute den Ausgleich vor den Beinen, doch abermals konnte sich Riegler auszeichnen. Die Schussoffensive der Kapfenberger blieb erfolglos, St. Pölten gewann etwas glücklich das Match und machte einen kleinen Schritt in Richtung Meistertitel.
Unrühmlicher Höhepunkt: Nach einem Foul sah Daniel Lucas Segovia (St. Pölten)die gelb-rote Karte, eine etwas harte Entscheidung von Schiedsrichter Dieter Muckenhammer.


Stimmen nach dem Spiel:

Karl Daxbacher (Trainer SKN St. Pölten): Kapfenberg hat es uns heute nicht leicht gemacht, wir haben Nerven gezeigt und phasenweise Horuck-Fußball gespielt. Es war ein knapper Sieg, wir nehmen die drei Punkte gerne nach Hause mit, aber unser Spiel muss einfach besser werden.

Kurt Russ (KSV-Trainer): Wir haben uns vor St. Pölten nicht versteckt, der Tabellenführer hat uns sehr ernst genommen. Ein Punkt wäre heute möglich gewesen, aber ein dummes Tor hat das Spiel entschieden.

Erwin Fuchs (KSV-Präsident): Wir haben das Tor nicht gemacht, sondern der Gegner, das ist eben Fußball. Ein Remis wäre heute gerecht gewesen. Ein großer Unterschied zwischen unserer Mannschaft und dem Tabellenführer aus St. Pölten war nicht zu erkennen.

Marco Perchtold (KSV): Ein Unentschieden hätten wir uns heute verdient gehabt, wir waren vor allem in der ersten Spielhälfte dem Gegner durchaus ebenbürtig. St. Pölten hat etwas glücklich gewonnen, aber wenn man solche Spiele für sich entscheidet, kann man am Ende der Meisterschaft auch ganz vorne stehen.

23. Runde Sky Go Erste Liga: KSV 1919 vs. SKN St.Pölten 0:1 (0:0).
Dienstag, 15.03.2016 - 18:30 Uhr, Franz-Fekete-Stadion, 550 Zuschauer, Schiedsrichter: Muckenhammer.

Torfolge:
0:1 (51.) Thürauer

Gelbe Karten: Segovia, Mader
Gelb-Rot: Segovia (82.)

KSV: Petrovcic ­– Frieser (90. Berger), Meusburger, Gollner, Haas – Racic (78. Son), Perchtold – Flecker (78. Bahtic), Nutz, Victor Santos Sa – Elias Dos Santos

SKN St. Pölten: Segovia – Stec, Huber, Grassegger, Prettenthaler – Ambichl (86. Petrovic), Mader – Hartl (65. Gschweidl), Thüraue (90. Schagerl), Dieng – Segovia

Nächste Runde:
Freitag, 18. März, 18.30 Uhr. Floridsdorfer AC vs. KSV 1919
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