28.08.2016, 16:32 Uhr

Buchvorstellung: 'Darum' von Daniel Glattauer – leider kein Treffer.

(Foto: Stebner)
Eines vorweg: von Glattauer bin ich anderes gewohnt. Vor allem vom Roman „Ewig Dein“ (2012) und den beiden E-Mail-Romanen „Gut gegen Nordwind“ (2006) und „Alle sieben Wellen“ (2009), wobei letztere sich durch die Idee an sich auszeichnen, welche tatsächlich als Geschichte funktioniert – ohne eine einzige Zeile erklärenden Text. Sie werden wissen, was ich meine.
„Darum“, bereits 2002 geschrieben, ist eine abstruse Geschichte um einen Mord, der keiner sein darf und die über die gesamten 317 Seiten Schwermut und verpasstes Lebensglück verbreitet. Für mich bedeutete das vor allem, dass ich ewig lange gebraucht habe, das Werk fertig zu lesen.
Wie auch in „Geschenkt“ (2014) spielt die Story im Journalisten-Millieu und hat gleichermaßen einen Antihelden zum Thema. Der Loser als Leitfigur – damit sieht das eigene Leben gleich viel netter aus. Aber das war es auch schon, was der Roman kann. Der Inhalt ist und bleibt konstruiert und unglaubwürdig bis zum leider sehr absehbaren Schluss. Einzig die wirklich witzige und pointierte Schreibe Glattauers ist ein Lichtblick und hat mich das Buch nicht vorzeitig wieder ins Regal stellen lassen. Verdient hätte es die Geschichte alle Mal.

Fazit: Nicht der Name Glattauer allein bürgt für Lesefreude und Kurzweil. Andere seiner Werke können weitaus mehr.

Daniel Glattauer: Darum
320 Seiten, Taschenbuch, € 9,30
Goldmann Verlag (März 2009)
ISBN-10: 3442467616
ISBN-13: 978-3442467617
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