05.07.2016, 11:32 Uhr

Raufhandel in einer Asylunterkunft in Krems/Voitsberg

Die Polizei war am Montag Abend mit fünf Streifenwägen wegen eines Rauafhandels in Krems im Einsatz.

Sieben Verletzte bei einer Rauferei zwischen Afghanen und Pakistani.

VOITSBERG. Aus bisher unbekannter Ursache begann gegen 19.20 Uhr am Montag, dem 4. Juli, in einer Asylunterkunft in Krems/Voitsberg ein Raufhandel zwischen afghanischen und pakistanischen Asylwerbern zweier Familien, insgesamt waren zehn Personen beteiligt. Im Hinterhof der Unterkunft wurden durch gegenseitige Faustschläge und Fußtritte sowie den Einsatz von Zaunbrettern mit Eisennägeln und diversen Gegenständen insgesamt sieben Personen unbestimmten Grades verletzt.

Pakistani stationär im LKH Voitsberg

Nach der Erstversorgung wurde ein 28-Jähriger aus Pakistan ins LKH Voitsberg eingeliefert und stationär aufgenommen. Ein 27-Jähriger aus Pakistan und zwei Afghanen - 20 und 28 Jahre alt - wurden im LKH Voitsberg und im UKH Graz ambulant behandelt.
Gegen fünf Personen wurde eine Wegweisung mit Betretungsverbot ausgesprochen. Alle Beteiligten werden wegen Raufhandels der Staatsanwaltschaft Graz zur Anzeige gebracht.

Dolmetsch am Mittwoch

GI Harald Schutti von der Polizeiinspektion Voitsberg erläuterte Näheres: "Es waren fünf Afghanen und fünf Pakistani beteiligt. Den Grund der Auseinandersetzung hoffen wir morgen, Mittwoch, zu erfahren, wenn wir die Beteiligten mit einem Dolmetsch einvernehmen werden. Die fünf Pakistani, alles Mitglieder einer Großfamilie, wurden weggewiesen und dürfen die Asylunterkunft in Krems nicht mehr betreten. Ein Zeuge hat gemeint, dass die Pakistani die Auseinandersetzung angefangen hätten, aber da wissen wir noch nichts Genaueres." Insgesamt war die Polizei mit fünf Streifenwägen vor Ort.

Vier Rettungsfahrzeuge

Das Rote Kreuz Voitsberg präzisierte die Aussagen der Polizei noch. "Vom Roten Kreuz wurden drei Männer versorgt, wobei ein Mann mit Notarztbegleitung ins LKH Voitsberg und die beiden anderen mit zwei Rettungswägen ins UKH Graz mit unbestimmtem Verletzungsgrad transportiert wurden", sagt Öffentlichkeitsreferent Christian Knaflic. "Am Einsatz waren das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zwei Rettungswägen und das Kommandofahrzeug mit insgesamt sechs Sanitätern und einem Notarzt beteiligt", so Knaflic weiter.
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