Aus Sicherheitsgründen
Tag der offenen Tür der IKG Wien verschoben

Einmal im Jahr können Interessierte beim Tag der offenen Tür den Wiener Stadttempel besuchen. Für heuer muss der Termin verschoben werden. | Foto: Maximilian Spitzauer/RMW
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  • Einmal im Jahr können Interessierte beim Tag der offenen Tür den Wiener Stadttempel besuchen. Für heuer muss der Termin verschoben werden.
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Aus Sicherheitsgründen hat die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien ihren anstehenden Tag der offenen Tür verschoben, erfährt MeinBezirk.at. Wann dieser nachgeholt werden wird, ist noch offen. Zugleich werden jüdische Einrichtungen verstärkt bewacht.

WIEN. Der Angriff der terroristischen Hamas auf Israel hat auch Auswirkungen aus die jüdische Glaubensgemeinschaft in Wien. Eigentlich hatte die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) geplant, am 22. Oktober zum Tag der offenen Tür einzuladen. An diesem Tag hätten Interessierte etwa den Stadttempel besuchen können.

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich die IKG jedoch nach Informationen von MeinBezirk.at dazu entschieden, den Tag der offenen Tür zu verschieben. Man stecke alle verfügbaren Ressourcen "in den laufenden Betrieb und Schutz von jüdischen Kindergärten, Schulen, Synagogen und Einrichtungen", wie es seitens der IKG heißt. Ein neues Datum wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Jüdische Einrichtungen stärker bewacht

Auch in Österreich - ganz besonders in Wien - sind Jüdinnen und Juden Antisemitismus ausgesetzt. Im Jahr 2022 wurden der Antisemitismus-Meldestelle zwar weniger Vorfälle gemeldet, jedoch stieg die Zahl der Gewalttaten. MeinBezirk.at berichtete, siehe unten.

Erst vergangene Woche rief die IKG Wien zu einer Gedenkveranstaltung am Ballhausplatz für die Opfer in Israel auf. Unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen fanden sich mehr als 2.000 Menschen sowie zahlreiche Politiker der Bundes- sowie der Wiener Landesregierung ein.

"Wir sind mit Israel", lautete auch der Titel Gedenkkundgebung. | Foto: Max Spitzauer/RMW
  • "Wir sind mit Israel", lautete auch der Titel Gedenkkundgebung.
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Zeitgleich fand am Stephansplatz eine zuvor von der Polizei untersagte Pro-Palästina-Demo statt. Schon im Vorfeld der Gedenkveranstaltung und auch zum Ende hin mahnte IKG-Präsident Oskar Deutsch davor, beim Verlassen des Ballhausplatzes Israel-Flaggen, Transparente oder Ähnliches nur verdeckt zu führen.

Darüber hinaus werden sämtliche israelischen Einrichtungen in Wien verstärkt bewacht. Auch eine Hotline für Menschen, die Freunde oder Verwandte in Israel haben, wurde eingerichtet.

Weitere Infos hier:

Israelische Einrichtungen stärker bewacht - Palästina-Demo in Wien
IKG Wien richtet Hotline für Betroffene ein
Weniger antisemitische Vorfälle, aber mehr Gewalttaten
Einmal im Jahr können Interessierte beim Tag der offenen Tür den Wiener Stadttempel besuchen. Für heuer muss der Termin verschoben werden. | Foto: Maximilian Spitzauer/RMW
Mehr als 2.000 Personen gedachten am Ballhausplatz der Opfer in Israel und bekundeten ihre Solidarität. | Foto: Max Spitzauer/RMW
Plakate, Transparente und Israel-Fahnen sollten beim Verlassen der Veranstaltung verdeckt getragen werden, so die mahnende Botschaft vor der Gedenkzeremonie. | Foto: Max Spitzauer/RMW
"Wir sind mit Israel", lautete auch der Titel Gedenkkundgebung. | Foto: Max Spitzauer/RMW
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