400 bei Demo in Amstetten: Netz schimpft über Demonstranten (+Video)

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Erste Donnerstagsdemo zog durch die Innenstadt. Amstettner schimpfen online über die Demonstranten.

STADT AMSTETTEN. "Menschenrechte hochhalten, nicht den Reichtum verwalten", "Billige Jobs, die sind ein Hohn, gleiche Arbeit, gleicher Lohn", "Menschenrechte statt rechter Menschen" oder "Christlich geht anders ... Reden wir darüber", war auf den Plakaten und Transparenten zu lesen, welche die 400 Demonstranten bei Amstettens erster Donnerstagsdemo mit sich führten.

Zustrom nicht erwartet

Der Zug startete um 18 Uhr am Hauptplatz, zog u. a. über die Rathausstraße und Roseggerstraße zum Bahnhof und von dort über die Bahnhofstraße und Preinsbacher Straße zurück zu einer Abschlusskundgebung am Hauptplatz. Es gehe um Menschenwürde, soziale Fairness und Gerechtigkeit sowie um Solidarität, erklärte Christian Köstler, vom Aktionsforum Mehrwert, welche die Demo organisierte, in seiner Rede. "Wir stehen für eine andere Gesellschaft und für eine andere Politik", hieß es in Richtung der Bundesregierung.
Überrascht zeigte sich Köstler vom Zustrom, welche die Demo erhielt. Seine Aktionsgemeinschafts-Kollegin Sonja Mille meinte, als sie zu den "Mitwiderständlern" sprach: "So viele haben wir uns gar nicht erwartet."

Organisationen unterstützen

Unterstützt wurde der Zug von Organisationen wie KZ Verband NÖ, Willkommen Mensch in Amstetten, Multikultureller Stammtisch Amstetten, Asylkoordination Österreich, Sozialistische Jugend NÖ, Evangelische Frauenarbeit (EFA) NÖ und Weltladen Amstetten und Waidhofen. So waren nicht nur Stadtbewohner zu sehen, auch Teilnehmer aus anderen Gemeinden des Bezirks folgten dem Aufruf der Aktionsgemeinschaft. Auf die Frage der BEZIRKSBLÄTTER nach einer Wiederholung der Demo meinte Köstler: "Unser nächster Termin ist jetzt unser Stammtisch."

Netz schimpft über Demo

Wenig Verständnis für die Anliegen der Demonstranten zeigte nicht nur mancher Autofahrer, sondern auch Ferngebliebene, die via Livestream den Demozug auf der Facebook-Seite der BEZIRKSBLÄTTER Amstetten verfolgten.
So war in den Kommentaren zu lesen: "Manche Menschen gehen arbeiten und wiederum andere basteln Schilder". Von Faschingsumzug und Kasperltheater war die Rede. "Wirklich peinlich", meint ein Schreiber, ein anderer: "Ich lege ab sofort meine Amstettner Zugehörigkeit nieder." Eine Posterin erklärte: "Du musst dich schämen als Amstettner." Auch bezahlte Demonstranten wurden vermutet. "Ums Geld tun manche alles", meint eine Facebook-Userin. Doch auch unterstützende Worte, wie von dieser jungen Frau, waren zu lesen: "Und was ist da sooo schlimm daran, dass man mal seine Meinung äußert?????! Weiter soo Leute!!!"

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