03.07.2017, 13:39 Uhr

Brandstetter: "Amstetten darf nicht zum Parkhaus werden"

Amstettens ÖVP-GemeinderatMarkus Brandstetter und Ardaggers Bürgermeister Johannes Pressl (ÖVP) beim Bahnhof. (Foto: privat)

ÖVP-Gemeinderat Markus Brandstetter will in der Stadt "Verkehr völlig neu denken".

STADT AMSTETTEN. In der Amstettner Gemeinderatssitzung wurde die Schaffung von 107 Parkplätzen im Bereich der ehemaligen Zehetnergebäude am Amstettner Bahnhof beschlossen. Die neuen Parkflächen werden in den kommenden Jahren im Zuge des EUROPAN-Projektes für Bauprojekte benötigt und werden daher nur vorübergehend benutzbar sein.

„Wir haben hier ein Zeitfenster von zwei bis drei Jahren erhalten, das wir als Stadt nutzen müssen für Entscheidungen", erklärt ÖVP-Stadtentwicklungssprecher Markus Brandstetter.

"Die zentrale Überlegung muss heißen, wie Pendler mit alternativen Verkehrsmitteln zur Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs, dem Bahnhof Amstetten, gebracht werden können", meint Brandstetter und fügt hinzu: "Dazu benötigen wir die Partnerschaft mit den Umlandgemeinden, dem Land und den ÖBB, um hier neue Chancen zu entwickeln."

Daher ist auch für Brandstetter ein drittes Parkhaus zurzeit keine Option. Vielmehr sollte hier nach Meinung des ÖVP-Mandatars auf Alternativen wie verbesserte Buslinien, Projekten wie Carsharing mit Stellplätzen in den Umlandgemeinden und am Bahnhof gesetzt werden. Jedoch auch das Rad kann mit E-Bike Leihsystemen, absperrbaren Radboxen am Bahnhof und einer Weiterentwicklung des Radwegenetzes vorangetrieben werden.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass wir Verkehr völlig neu denken müssen", so Brandstetter. "Amstetten darf nicht das Parkhaus der Region werden, in das man frühmorgens kommt und spätabends dann wieder Richtung Heimat verlässt", ist er überzeugt.
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