Pendler-Nöte: Parkplätze werden Mangelware

Tina King verzweifelt bei der Suche nach einem freien Parkplatz rund um den Badener Bahnhof.
  • Tina King verzweifelt bei der Suche nach einem freien Parkplatz rund um den Badener Bahnhof.
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

BADEN/BEZIRK (gast/mar). "Es ist zum Haare-Raufen!" stöhnt Tina King. Die bekannte Badener Fotografin hat soeben mit ihrem Auto eine Runde beim Bahnhof Baden gedreht, auf der Suche nach einem freien Parkplatz. Vergeblich. Seit der Einführung des Wiener Parkpickerls Anfang Oktober sind die Stellplätze rund um den Bahnhof restlos "ausgebucht".

Staska will Hilfe vom Land

Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) schlägt nun Alarm. Auch bei ihm häufen sich die Beschwerden. Staska hat bereits beim zuständigen Landesrat Wilfing (ÖVP) um Hilfe "angeklopft". Für SP-Stadtrat Markus Riedmayer kommt der Hilfeschrei "zwei Jahre zu spät". Die Stadtregierung hätte in der Sache zu lang geschlafen.
Zur Entschärfung der Situation in Baden erneuert wir badener-Stadtrat Jowi Trenner seine Forderung nach Gratisparken am obersten Deck der Parkhäuser Römertherme und beim Olympia-Kino.
Schauplatzwechsel nach Bad Vöslau, wo gerade der Bahnhof renoviert wird. "Bad Vöslau ist Zonengrenze", sagt Bürgermeister Christoph Prinz. "Bei uns steigen viele Pendler aus dem Triestingtal in den Zug um." Fazit: Vöslau ist voll, freie Flächen zur Erweiterung des Parkraums gäbe es noch. In Leobersdorf sagt Betriebsleiter Eduard Breuer: "Schon vor dem neuen Parkpickerl ist unser Parkhaus immer voll gewesen."
Derzeit wird geprüft, wo es "erhöhten Bedarf" gibt, sagt ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Er verweist auf 15.500 Pkw-Stellplätze im Großraum Wien. Weitere Angebote müssten von ÖBB, Land und Gemeinden gemeinsam finanziert werden.

Potenzial zum Politikum

Die Sache hat das Potenzial zum Politikum, nicht nur in den Gemeinden, sondern auch auf Landesebene: FP-Kommunalsprecher Christian Hafenecker: "Viele Niederösterreicher wohnen plötzlich in Wien, um ein Parkpickerl zu bekommen. Das bringt Einbußen für die verlassenen Gemeinden."

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