Region mit FAIRantwortung sucht neue Fairtrade-Gemeinden

Die Teilnehmer/innen des Netzwerktreffens Region mit FAIRantwortung sammelten Ideen um mehr Fairtrade-Gemeinden zu aktivieren.
  • Die Teilnehmer/innen des Netzwerktreffens Region mit FAIRantwortung sammelten Ideen um mehr Fairtrade-Gemeinden zu aktivieren.
  • hochgeladen von Verena Obermaier

INNVIERTEL-HAUSRUCK. Bereits zum 12. Mal fand am Dienstag, dem 28. Mai 2013 ein Netzwerktreffen der Region mit FAIRantwortung statt. Dabei sammeln aktive Menschen in der Region Innviertel-Hausruck Ideen, um Entwicklungszusammenarbeit zu ermöglichen und den Handel von Fairtrade-Produkten zu fördern. Als Referenten durfte das Netzwerk diesmal Vertreter/innen vom Klimabündnis OÖ, Südwind OÖ und dem Welthaus Linz begrüßen.

Zehn Gemeinden der Region Innviertel-Hausruck sollen Mitglied bei Fairtrade Österreich werden, so lautet eines der Ziele des Netzwerkes. Zurzeit sind es mit Ostermiething, Braunau, Zell a.d. Pram und Tollet vier Fairtrade-Gemeinden. Um Fairtrade-Gemeinde zu werden, müssen verschiedene Ziele erfüllt werden. Dazu gehört die Gründung einer Fairtrade-Arbeitsgruppe, die leichte Verfügbarkeit von Fairtrade-Produkten in Gastronomiebetrieben sowie aktives Lobbying im Interesse der Entwicklungsarbeit.

Es gibt aber auch weitere Gemeinden, wie Maria Schmolln und Andorf, die bereits den Fairen Handel tatkräftig unterstützen und auch bei Veranstaltungen faire Produkte anbieten. Bananen, Kaffee, Tee, oder Schokolade und Kekse sind nur ein kleiner Auszug aus dem Fairtrade Sortiment. „Jede/r sollte zumindest einmal in einen Weltladen gehen und schauen, welche Vielfalt an Produkten dort angeboten wird. Von Kleidung über Gewürze bis hin zu unterschiedlichen Deko-Elementen findet man fast alles. Das Österreichische Produktsortiment ist aktuell auf knapp 750 Produkte erweitert worden“, beschreibt Regionalmanagerin für Nachhaltigkeit und Umwelt Beate Windhager.

Die Initiatoren/innen wissen, was sie wollen: Sie möchten Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie Bewusstseinsbildung rund um die Themen Fairer Handel und Entwicklungsarbeit leisten. Dieses zentrale Thema stand auch beim diesmaligen Netzwerktreffen wieder im Mittelpunkt.

Hermann Rainer vom Klimabündnis OÖ, Nora Niemetz von Südwind OÖ und Heidemaria Hofer vom Welthaus Linz berichteten über ihre aktuellen Projekte wie beispielsweise „SO:FAIR“ und „b-fair“. Es wurde auch darüber diskutiert, wie und ob es einzelnen Personen möglich ist, in ihrer Gemeinde, oder in ihrem Unternehmen faire Produkte zu integrieren und weitere Menschen für den fairen Handel zu sensibilisieren.

Aktuellstes Projekt der Region mit FAIRantwortung ist eine Informations-Tour durch die Bezirke Braunau, Ried, Schärding und Grieskirchen. Ideen dazu wurden im Zuge eines World Cafes in den Arbeitsgruppen erarbeitet und gesammelt. Dabei möchten die Teilnehmer/innen des Netzwerks Vereine dafür gewinnen, bei ihren Veranstaltungen Fairtrade-Produkte zu verwenden. Genauso sollen Gemeinden zu verschiedensten Anlässen nur Lebensmittel mit dem Fairtrade-Gütesiegel anbieten. Weitere Ziele der geplanten Info-Tour sind, dass Pfarren und Schulen langfristig zB. Frühstücke anbieten, die nur aus Fairtrade-Lebensmitteln hergestellt werden. Das Biofaire Frühstück ist ein Angebot von Welthaus Linz, und ein ideales Instrument zur Bewusstseinsbildung.

Das nächste Netzwerktreffen findet am 16. Oktober 2013 um 18:30 Uhr im neu eröffneten Weltladen Schärding statt!

Information zum Fairen Handel

„Der Faire Handel – Fair Trade – ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Er leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, indem er bessere Handelsbedingungen bietet und die Rechte benachteiligter Produzent/innen und Arbeiter/innen – speziell in den Ländern des Südens – sichert. Fair Trade Organisationen engagieren sich – gestärkt durch Verbraucher/innen – aktiv für die Unterstützung der Produzent/innen, für Bewusstseinsbildung und Kampagnenarbeit, um die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu verändern."

Definition für Fairen Handel nach FLO International, WFTO und EFTA.

Der Globalisierungskritiker Jean Ziegler sagt: „Es kommt nicht darauf an, den Menschen in der dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.“ Der Faire Handel wird als die effektivste und effizienteste Form der Entwicklungszusammenarbeit bezeichnet. Solange noch keine fairen Austauschbedingungen zwischen Norden und Süden herrschen, ist Entwicklungszusammenarbeit weiter nötig. Ziel ist es jedoch, dass der Faire Handel zur Norm wird.

Autor:

Verena Obermaier aus Braunau

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