30.11.2016, 15:13 Uhr

Kinder erhalten "Rucksack voller Chancen"

(Foto: Stadtamt Braunau)
BRAUNAU. Das „Rucksack-Projekt“ ist eine Form der Früherziehung und ein Bildungsprogramm. Seit Anfang Oktober wird es auch in Braunauer Kindergärten angeboten. In Kooperation mit dem Institut Interkulturelle Pädagogik der Volkshochschule OÖ, wurden vier so genannte „Rucksack-Gruppen“ gestartet. Das Programm wendet sich vor allem an Eltern und Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit nichtdeutscher Erstsprache. Die Rucksack-Gruppen treffen sich von Oktober bis Juni jeweils für zwei Stunden pro Woche in den Kindergärten.

Das Projekt fördert die Muttersprache ebenso wie die deutsche Sprache. Die Zweisprachigkeit wird mit zertifizierten Lernmaterialien gefördert. Mithilfe von Sprechbildern, Geschichten und Spielen zu Themen wie dem menschlichen Körper, Essen und Trinken, Familie und Feste werden Kinder spielerisch und altersgerecht unterstützt. Die Eltern werden als Experten für die Erziehung ihrer Kinder und das Erlernen der Sprache herangezogen und verbringen bewusst mehr Zeit mit ihren Kindern. Dabei unterstützt und betreut sie eine ausgebildete, mehrsprachige Elternbegleiterin mit pädagogisch wertvollen Materialien und gemeinsamen Aktivitäten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist der Austausch zwischen den Eltern, die auf diese Weise ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen stärken.

„Die Rucksack-Gruppen in unserer Stadt sind erfolgreich gestartet und finden großen Anklang“, berichtet die Integrationsbeauftragte der Stadt Braunau, Lizeth Außerhuber-Camposeco.
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