100 Jahre Republik
Die Region & ihre Leiden

Deutsche Soldaten beim Einmarsch in Bruck an der Mur über den Wiener Bühel auf den Minoritenplatz.
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  • Deutsche Soldaten beim Einmarsch in Bruck an der Mur über den Wiener Bühel auf den Minoritenplatz.
  • Foto: Archiv Zwitkovits
  • hochgeladen von WOCHE Bruck/Mur

Bewegende Zeiten hat es auch für die Region in der 100-jährigen Geschichte der Republik gegeben.

Am 1. September begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. In Bruck an der Mur bildeten sich während des Krieges unter den Arbeitern bald Widerstandsgruppen. Im Februar 1940 wurde eine dieser Gruppen von der Gestapo zerschlagen und 100 Verhaftungen vorgenommen. 1943 kam die große Wende im Zweiten Weltkrieg. In unregelmäßigen Abständen wurden u.a. Graz, Marburg, Knittelfeld, Judenburg, Kapfenberg und Bruck von Luftangriffen heimgesucht und erlitten schwere Schäden. Besonders im Stadtwald und in der Anlage im Schlossberg suchten die Brucker Zuflucht und Schutz. Trotz allem waren immer wieder Menschenleben zu beklagen. Bis Juli 1945, nach Kriegsende, besetzten russische Kolonnen Bruck, danach gehörte das Gebiet der britischen Besatzungszone.
Im Winter 46/47 fehlten in den Haushalten die nötigen Brennstoffe zum Heizen und zum Kochen. Trotz Entkräftigung und ungenügender Ernährung – die Lebensmittelrationen für "Normalverbraucher" waren auf 1.200 Kalorien gesunken – leistete die Brucker Bevölkerung Enormes.

Die Flut kam 1958
Ausschlaggebend für das verheerende Hochwasser im Jahr 1958 im mittleren Mürztal war ein Extremniederschlag verbunden mit einer vorhergehenden, zum Teil sehr intensiven Niederschlagsperiode. In der Nacht Mitte August 1958 rutschten nahezu 280 Hektar bewaldete Fläche sowie unzählige Hänge. Das Hochwasser, abgerutschte Erd- und Geröllmassen sowie Wildholz hinterließen eine nie dagewesene Spur der Verwüstung. Davon waren besonders die Wildbäche „Glanzgraben", „Graschnitzbach", „Sölsnitzbach", „Jaßnitzbach" und „Gabraunbach" sowie das Stanzer Tal und das Breitenauertal betroffen. Die am schwersten in Mitleidenschaft gezogene Gemeinde war Allerheiligen im Mürztal. Aber auch andere Gemeinden der Region, wie etwa Kapfenberg, hatten enorme Schäden zu beklagen.

Deutsche Soldaten beim Einmarsch in Bruck an der Mur über den Wiener Bühel auf den Minoritenplatz.
Hochwasser 1958
Autor:

WOCHE Bruck/Mur aus Bruck an der Mur

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