Wiener Museen
Musa

Feldersraße 6-8
17Bilder

Das Wien Museum auf dem Karlsplatz wird bekanntlich umgebaut. Der Betrieb geht aber weiter, Ausstellungen finden im Musa statt, in der Felderstr. 6-8 direkt neben dem Rathaus. Im Musa ist eine Artothek, wo man echte Kunstwerke für sein Zuhause ausleihen kann! 1-4 Bilder für 1-12 Monate, pro Bild und Monat 2,50, sensationell. Weitere Infos: www.wienmuseum.at.
Wir haben kein Bild ausgeliehen, sondern die Ausstellung besucht, die man noch bis 19.Jan. 2020 sehen kann: "Das Rote Wien". Gemeint ist das sozialdemokratische Wien zwischen 1919 und Mitte der 1930-er Jahre, nach dem 1. Weltkrieg und bis zur Machtergreifung der Nazis. Ein Teil der Ausstellung ist im Rathaus, in der Wienbibliothek, der 2., größere Teil im Musa.
Die Ausstellung war sehr gut besucht, es tummelten sich da auch amerikanische und französische Studentengruppen mit fachkundiger Begleitung. Es ist nämlich bis heute Weltsensation, was das sozialdemokratische Wien für die Armen, die Arbeiter, die Frauen und die Kinder geleistet hat. Die besten Köpfe jener Zeit bemühten sich, sich da zu engagieren:  Hans Kelsen, Karl Popper, Otto Bauer, Margarete Schütte-Lihoczky, Marie Jahoda, Käthe Leichter, Rosa Jochmann, Marianne Pollak, Adelheid Popp und viele andere. - Es werden Gemeindebauten gezeigt; auch architektonisch vorbildlich und die ersten menschenwürdigen Wohnungen für Arme! Die Kinder- und Gesundheitsfürsorge, das Schulwesen inklusive künstlerischer Erziehung, die Förderung der Frauen, die Frauenbewegung und die Kunst, die ins Leben der einfachen ArbeiterInnen integriert werden sollte. Einige Fotos und Statistiken zeigen, wie es vorher war (z.B. Säuglingssterblichkeit) und wie es nach 1938 wurde, nachdem die Nazis mit ihrem mörderischen Regime die Macht übernahmen.
Man sieht, dass unser heutiger Wohlstand, die Lebensqualität, die vielen auch "kleinen" Bequemlichkeiten nicht selbstverständlich sind, sondern mühsam und mit vielen Opfern erkämpft werden mussten. Wir jammern auf hohem Niveau. Mir wird ehrlich gesagt angst und bange, wenn ich mir vorstelle, dass unehrliche, populistische, Nazi-Wahnideen beängstigend nahe stehende Gruppen die Macht in der Stadt - oder in unserem Land - übernehmen könnten. Aber wir sind nicht so dumm, dass wir ihnen zum Aufstieg verhelfen, hoffe ich.

Autor:

Elisabeth Anna Waldmann aus Favoriten

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