Herbst: „Wichtiger Schritt für die Zukunft“
Neustart für die Glasenbachklamm
- Es gibt Fortschritte rund um die Glasenbachklamm.
- Foto: Josef Wind
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Mehrere Brücken entlang der Glasenbachklamm weisen laut Gemeinde dringenden Sanierungsbedarf auf. Erste Sofortmaßnahmen wurden bereits gesetzt, weitere Arbeiten und Sperren folgen in den kommenden Monaten.
ELSBETHEN. Die Zukunft der Glasenbachklamm nimmt konkrete Formen an: Nach intensiven Gesprächen mit den betroffenen Grundeigentümern konnte die „Dienstbarkeit des Gehens für die Allgemeinheit auf einem Großteil der Wegstrecke grundbücherlich sichergestellt werden“, wie die Gemeinde Elsbethen in einer aktuellen Aussendung informiert.
- Die Glasenbachklamm bleibt weiterhin gesperrt.
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Im Zuge dessen wurde die Glasenbachklamm jüngst erneut umfassend begutachtet. Dabei zeigte sich insbesondere bei mehreren Brücken dringender Handlungsbedarf. Wie die Gemeinde mitteilt, wurden in den vergangenen Tagen durch Mitarbeiter des Bauhofs bereits erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Arbeiten wurden notwendig geworden, da die Glasenbachklamm trotz fehlender offizieller Freigabe weiterhin von Personen betreten wurde.
Die Gemeinde weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Glasenbachklamm derzeit nicht offiziell freigegeben ist und aktuell nicht begangen werden darf. Erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die Gemeinde werde eine Nutzung wieder möglich sein. Auch danach erfolge die Begehung auf eigene Gefahr.
- Zahlreiche Wanderer haben am Eingang der Glasenbachklamm geparkt.
- Foto: Maria Tiefenbacher-Schöndorfer, 2023
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Vollsperrung wegen Erhaltungsarbeiten
In den kommenden Wochen folgen nun notwendige Erhaltungsarbeiten sowie geplante Felsräumungen in der Klamm und bereits im Herbst sollen die ersten besonders dringend sanierungsbedürftigen Brücken erneuert werden.
Während dieser Arbeiten wird die Klamm erneut komplett gesperrt sein. In den darauffolgenden zwei Jahren ist vorgesehen, auch die übrigen Brücken schrittweise nach Priorität zu sanieren. Zusätzlich übernimmt die Gemeinde notwendige Erhaltungsmaßnahmen am Wanderweg selbst, um die Glasenbachklamm langfristig sicher und nachhaltig zu erhalten.
- Ertappt: Verbotene Spaziergänger gehen in die gesperrte Glasenbachklamm bzw. kommen gerade wieder heraus.
- Foto: Maria Tiefenbacher-Schöndorfer, 2023
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Fortschritte bei Servitutsverfahren
Auch bei den laufenden Verhandlungen mit Grundeigentümern gibt es laut Gemeinde positive Entwicklungen. Von ursprünglich drei Eigentümern, die dem Gehrecht bislang nicht zustimmen wollten, zeichnet sich mit einem bereits eine grundsätzliche Einigung ab. Mit einem weiteren Grundeigentümer würden derzeit konstruktive Gespräche geführt. Sollte auch hier eine Lösung erzielt werden, verbleibe nur noch ein einziger Fall, in dem die Gemeinde weiterhin rechtliche Schritte verfolgt.
Gleichzeitig bedankt sich die Gemeinde ausdrücklich bei jenen Grundeigentümern, die dem Gehrecht bereits freiwillig zugestimmt oder sich im Zuge der laufenden Gespräche konstruktiv eingebracht haben. Damit werde eine schrittweise Gesamtlösung überhaupt erst möglich gemacht.
- Ein perfekt erhaltenes Skelett eines Fischsauriers, das man heute im Haus der Natur in Salzburg bewundern kann, verlieh dieser Klamm (Schlucht) einen weit über die Grenzen des Landes hinausreichenden Ruf unter Paläontologen.
- Foto: Maria Tiefenbacher-Schöndorfer, 2023
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Bürgermeister Herbst: „Wichtiger Schritt für die Zukunft“
Bürgermeister Matthias Herbst sieht in der grundbücherlichen Sicherstellung des Gehrechts einen wichtigen Meilenstein: „Mit der grundbücherlichen Sicherstellung des Gehrechts wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Glasenbachklamm gesetzt. Nun geht es darum, die Infrastruktur nachhaltig zu sichern und die Klamm langfristig als attraktives und sicheres Naturerlebnis zu erhalten.“
Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen und der offiziellen Freigabe will die Gemeinde die Betreuung und Erhaltung des Wanderweges im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen dauerhaft übernehmen. Zusätzlich sollen mit den Grundeigentümern Betreuungsvereinbarungen abgeschlossen werden, um die Nutzung des Weges langfristig geregelt abzusichern.
Die Gemeinde ersucht die Bevölkerung um Verständnis für die notwendigen Sperren und Arbeiten sowie um die konsequente Einhaltung aller Verbote, Hinweise und Absperrungen.
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