Tageszentrum Freistadt
Pilotprojekt fördert Inklusion und unterstützt Senioren
- Tageszentrum-Leiterin Manuela Kroiß (vorn, Bildmitte) mit Tagesgästen und Mitarbeiterinnen von Pro Mente.
- Foto: Tageszentrum Freistadt
- hochgeladen von Roland Wolf
Im Tageszentrum Freistadt wurde auf Initiative von Leiterin Manuela Kroiß ein besonderes Pilotprojekt ins Leben gerufen, das in der Region bislang als einzigartig gilt.
FREISTADT. Ausgangspunkt war die Suche nach zusätzlicher Unterstützung in der Tagesbetreuung von Senioren. „Die demografische Entwicklung zeigt deutlich diese Notwendigkeit, was wir auch an der stetig steigenden Nachfrage merken“, sagt Kroiß. Um dies so gut wie möglich bewältigen zu können und gleichzeitig eine nachhaltige soziale Lösung zu schaffen, entstand die Idee, Menschen mit Beeinträchtigung aktiv in den Alltag des Tageszentrums einzubinden.
Pro Mente als engagierter Partner
Mit Pro Mente OÖ unter der Begleitung von Romana König wurde rasch ein engagierter Partner gefunden, der das Vorhaben mit großer Begeisterung unterstützt. Im vergangenen Winter konnte der erste Vertrag unterzeichnet werden – der Startschuss für ein Projekt, das seither auf allen Seiten großen Anklang findet. Die eingebundenen Mitarbeiterinnen von Pro Mente übernehmen vielfältige Aufgaben im Tageszentrum. Sie helfen etwa bei der Essenszubereitung, versorgen die Tagesgäste mit Getränken, decken Tische oder unterstützen im täglichen Ablauf. Gleichzeitig entstehen wertvolle zwischenmenschliche Begegnungen. „Die Seniorinnen und Senioren schätzen die Gespräche und die neue Abwechslung im Alltag sehr“, betont Kroiß.
Teilhabe an der Gesellschaft
Ein besonderes Ziel des Projektes ist es, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch einen Beschäftigungsplatz die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei steht primär im Mittelpunkt, dass sie dort arbeiten können, wo auch Menschen ohne Beeinträchtigung tätig sind. Dadurch werden Inklusion, Selbstwertgefühl und soziale Integration auf ganz natürliche Weise gefördert. Das Projekt bietet somit zahlreiche Vorteile: Menschen mit psychischer Beeinträchtigung erhalten eine wichtige Chance auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben und erfahren Anerkennung für ihre Arbeit. Das Betreuungsteam wird entlastet, und die Tagesgäste profitieren von zusätzlichen sozialen Kontakten, liebevollen Gesten und Herzlichkeit.
Rotary Club Freistadt als Förderer
Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen wird bereits intensiv an den nächsten Schritten gearbeitet, um dieses besondere Projekt weiter auszubauen. Unterstützung kommt dabei auch vom Rotary Club Freistadt, der die Initiative finanziell fördert und großes Potenzial in diesem zukunftsweisenden Modell sieht. „Es ist mir wichtig, in unserem Tageszentrum eine Oase der Begegnung zu schaffen“, sagt Kroiß.
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