„Arbeite vor Ort“
WKO Eferding will regionale Jobsuche stärken
- WKO-Obmann Tobias Luger (l.) und WKO-Leiter Hans (r.) Moser blicken optimistisch auf die wirtschaftliche Situation in Eferding.
- Foto: Maringer
- hochgeladen von Magdalena Wimmer
Trotz globaler Krisen und wirtschaftlicher Herausforderungen blickt die WKO Eferding zuversichtlich in die Zukunft. Zentrale Schwerpunkte bleiben die regionale Standortentwicklung sowie die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften.
BEZIRK EFERDING. Weltweite Handelskonflikte, Kriege, Rezession, hohe Energiepreise und die wirtschaftliche Schwäche des wichtigen Handelspartners Deutschland würden derzeit das wirtschaftliche Umfeld als herausfordernd gestalten. Tobias Luger, Obmann der WKO Eferding, blickt dennoch mit Zuversicht in die Zukunft.
„Das WIFO prognostiziert eine allmähliche wirtschaftliche Erholung für Österreich, die von einer leichten Erholung des privaten Konsums getragen wird. Das Wachstum wird für 2025 auf 0,5 Prozent geschätzt, für 2026 wird mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gerechnet“
, so Luger. Auch den Arbeitsmarkt im Bezirk beurteilt er insgesamt positiv.
Arbeitslosigkeit in Eferding
Der Bezirk Eferding zählt aktuell 2.615 WKO-Mitglieder sowie rund 15.000 unselbständig Beschäftigte. In 600 Arbeitgeberbetrieben sind 7.480 Mitarbeiter tätig. 120 Lehrbetriebe bilden derzeit 380 Jugendliche aus. Die Nachfrage nach Lehrlingen bleibt hoch: Beim AMS Eferding stehen 19 Lehrstellensuchenden 58 offene Lehrstellen gegenüber. Aktuell sind beim AMS Eferding 739 Arbeitslose und 248 offene Stellen gemeldet. Mit 1. Jänner 2026 liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 4,8 Prozent – um 0,4 Prozentpunkte höher als der Spitzenwert Ende Dezember 2024. Aber: „Die nächsten Monate werden herausfordernd“, betont Luger.
„Oberstes Anliegen ist regionale Standortentwicklung“
Auch WKO-Leiter Hans Moser unterstreicht die positive Ausgangslage: „Trotz fünf wirtschaftlich sehr herausfordernder Jahre gibt es in unserem Bezirk immer noch erfreuliche Wirtschaftsdaten. Viele Unternehmen sehen auch ihre neuen Chancen, die sich aktuell wirtschaftlich auftun.“ Die zentrale Aufgabe sieht die WKO Eferding in der Unterstützung der Betriebe durch bessere Rahmenbedingungen, moderne Infrastruktur, starke Netzwerke und eine engagierte Interessenvertretung. „Oberstes Anliegen ist es, die regionale Standortentwicklung konsequent voranzutreiben“, sind sich Luger und Moser einig.
2026: Lehrlingsgipfel und Jobplattform
Ein klarer Schwerpunkt für 2026 bleibt der Arbeitsmarkt. „Trotz Rezession und steigender Arbeitslosigkeit bleibt das Thema Fachkräfte, Arbeitskräfte sowie Lehrlinge ein Dauerbrenner“, so Tobias Luger. „Die Konjunktur wird wieder anspringen und die Bevölkerungsentwicklung arbeitet gegen uns.“ Die WKO Eferding setzt daher weiterhin stark auf Berufsorientierung und Information über Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region. Projekte wie der Eferdinger Karrieretag, Lehrlingsgipfel, Lehrbetriebsabende und Schulpatenschaften haben sich bewährt und werden auch 2026 fortgeführt. Neu ist die geplante Plattform „Mein JOB Eferding“, die 2026 an den Start gehen soll.
„Es geht um die Stärkung der regionalen Arbeitgebermarke. Wir wollen sichtbar machen, welche leistungsfähigen und attraktiven Unternehmen es im Bezirk gibt“
, erklärt Luger. Unter dem Motto „Fahr nicht fort – arbeite vor Ort!“ soll eine Win-win-Situation entstehen: Betriebe gewinnen dringend benötigte Mitarbeiter – vom Lehrling bis zur Fachkraft – und Arbeitnehmer profitieren von kürzeren Wegen, geringeren Kosten und mehr Lebensqualität durch weniger Pendelzeit.
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