In Gurgl wird Galerie gebaut
Dritte Galerie soll mehr Sicherheit bringen

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Auf der Ötztalstraße B186 zwischen Zwieselstein und Untergurgl soll im Sommer 2022 mit dem Bau einer dritten Galerie begonnen werden.

SÖLDEN. Nachdem in den letzten Jahren und speziell in den vergangenen Wochen immer wieder Muren- und Steinschlagereignisse im Bereich der Leck- und Klammgalerie entlang der B 186 Ötztalstraße zu verzeichnen waren und damit die Landesstraße aus Sicherheitsgründen immer wieder gesperrt werden musste, haben Land Tirol, Gemeinde Sölden sowie FachexpertInnen der Abteilung Landesstraßen und Radwege, des Baubezirksamtes Imst sowie der Landesgeologie nun eine Lösung erzielt: Der rund 230 Meter lange frei liegende Straßenabschnitt zwischen Leckgalerie und Klammgalerie wird nun ebenso mit einer Galerie verbaut, sodass in Zukunft der gesamte Bereiche zwischen Leck- und Klammgalerie ein durchgehendes Galeriebauwerk darstellt.

Lückenschluss ausgearbeitet

„Der Lückenschluss wird zu einer erheblichen Verbesserung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer beitragen. Muren- und Lawinenereignisse und Steinschläge stellten in diesem Bereich immer öfter unüberwindbare Probleme dar, weshalb wir nun mit FachexpertInnen einen Lückenschluss ausgearbeitet haben, der in Zukunft für Einheimische sowie Gäste mehr Sicherheit bringen wird“, erläutert Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler.

Der Bereich zwischen der Leck- und der Klammgalerie wurde in den vergangenen Wochen immer wieder verschüttet oder von Felsstürzen blockiert.
  • Der Bereich zwischen der Leck- und der Klammgalerie wurde in den vergangenen Wochen immer wieder verschüttet oder von Felsstürzen blockiert.
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Wochenlang nicht erreichbar

Der Bürgermeister der Gemeinde Sölden, Ernst Schöpf, erinnert in diesem Zusammenhang, dass die B 186 Ötztalstraße auf Tiroler Seite die einzige Verbindung darstellt, um von Sölden aus die Ortsteile Ober- und Untergurgl zu erreichen. „Vor allem seit Beginn der Schneeschmelze im letzten Jahr bereitet uns dieser Abschnitt immer wieder Kopfzerbrechen. Zahlreiche Male mussten wir in den letzten Monaten die Straße komplett sperren. Dadurch waren Ober- und Untergurgl über den Straßenweg auf Tiroler Seite nicht mehr zu erreichen. Dies kann für die dort lebenden GemeindebürgerInnen keinen Dauerzustand darstellen. Deshalb freut es mich für die Gemeinde Sölden sowie unsere GemeindebürgerInnen, dass wir nun mit Landeshauptmann Günther Platter und Straßenbaureferent Josef Geisler diese Lösung erzielen konnten. Das Galeriebauwerk soll im nächsten Jahr errichtet werden.“

Zahlreiche Elementarereignisse

Mehrere Felsstürze auf die erst im letzten Jahr verstärkte Leckgalerie haben in den letzten Wochen gezeigt, dass diese Verstärkungsmaßnahmen soweit erfolgreich waren, dass der Verkehrsweg durch die massiven Felsbrocken nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Murstriche und Wasseraustritte im Anbruchgebiet verlagerten sich im heurigen Jahr zum Teil aber auch talauswärts. Der neben der Leckgalerie am Portal Sölden am meisten betroffene Bereich war und ist der rund 230 Meter lange freie Abschnitt zwischen dem Nordportal der Leckgalerie und dem Südportal der Klammgalerie. Der in diesem freien Streckenabschnitt vorhandene Lawinenauffangdamm oberhalb der B 186 war durch Muren- und Steinschlagereignisse in den letzten Wochen in kürzester Zeit mit Murmaterial gefüllt, zudem wurden zahlreiche Blockstürze mit Steingrößen von einem bis 30 Kubikmeter registriert.

Baubeginn nächsten Sommer

Nicht zuletzt deshalb musste die B 186 aus Sicherheitsgründen für mehrere Tage gänzlich gesperrt werden. „Mit den Erkenntnissen aus dem letzten Jahr und den Beobachtungen der vergangenen Monate ist der Lückenschluss der beiden Galeriebauwerke die einzige Lösung für eine sichere Erreichbarkeit des hinteren Ötztales auf der B 186 Ötztalstraße. Das neue Galeriebauwerk hat eine Länge von 230 Meter, die Gesamtbaukosten liegen bei rund acht Millionen Euro“, erklärt Günter Guglberger vom Sachgebiet Brücken- und Tunnelbau des Landes Tirol. Die Bauzeit erstreckt sich voraussichtlich von Juli bis November 2022.

Der Bereich zwischen der Leck- und der Klammgalerie wurde in den vergangenen Wochen immer wieder verschüttet oder von Felsstürzen blockiert.
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