Feuerwehrabschnitt Imst-Gurgltal
Mit Atemschutz: Großübung in Karres

Großübung in Karres für den Feuerwehrabschnitt Imst-Gurgltal: Ein Teil der Übung war die Bergung und Versorgung eines abgestürzten Fahrzeugs, was die Imster Mitglieder des Roten Kreuzes gleichermaßen forderte. | Foto: Roland Thurner
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Die Freiwillige Feuerwehr zeichnet neben dem Engagement auch ihr hohes Maß an Professionalität aus. Grundlage dafür sind auch die regelmäßigen Großübungen. So wie zuletzt in Karres: Involviert waren die Feuerwehren des Abschnittes Imst-Gurgltal, ebenso wie das Rote Kreuz Imst und ein Rettungshubschrauber.

KARRES. Freitag, 16. September: Eine Explosion, dann steigt Rauch auf vom Firmengebäude ÖAG an der Bundesstraße bei Karres. Der Brand droht auf ein Nachbargebäude überzugreifen, zehn Personen sind im Inneren eingeschlossen, müssen gefunden und gerettet werden. Zeitgleich staunt eine Gruppe Vorbeifahrender über das Schauspiel, das sich ihnen bietet. So sehr sogar, dass ihr Auto von der Straße abkommt und in die Tiefe stürzt.


Hauptschauplatz der Abschnittsübung war eine Firma bei der Bundesstraße bei Karres – nach einer angenommenen Explosion. | Foto: Roland Thurner
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Erschreckend realistisch

Alles gut gegangen, wird Martin Gstrein später vermelden, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Karres und zugleich Bürgermeister der Gemeinde. Er ist Gesamt-Einsatzleiter an diesem Abend – und Autor des Drehbuchs, das hinter dem Doppelszenario steckt. Weil alles, so realistisch es auch wirken mag, zur Übung des Feuerwehrabschnittes Imst-Gurgltal dient, geplant und durchgeführt von der Feuerwehr Karres.

Zurück zum Geschehen: Nur wenige Minuten nach der Alarmierung trifft Hilfe am Schauplatz ein. Im Einsatz stehen insgesamt 86 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge der Feuerwehren aus Karres, Karrösten, Imst, Tarrenz, Nassereith, Mils, Imsterberg und Roppen sowie zehn Personen und zwei Fahrzeuge des Roten Kreuzes Imst. Seinen Landeplatz finden wird dann auch der Rettungshubschrauber Martin 2 von Heli Tirol und seine dreiköpfige Besatzung, um etwaige Schwerverletzte auszufliegen.

Um Personen in Not zur Hilfe zu eilen, wagten sich acht Atemschutz-Trupps der beteiligten Feuerwehren ins Innere des verrauchten Gebäudes. | Foto: Roland Thurner
  • Um Personen in Not zur Hilfe zu eilen, wagten sich acht Atemschutz-Trupps der beteiligten Feuerwehren ins Innere des verrauchten Gebäudes.
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Acht Atemschutz-Trupps bahnen sich derweil ihren Weg ins Innere des Gebäudes, machen die Vermissten ausfindig und geleiten sie ins Freie, wo medizinische Hilfe des Roten Kreuzes unter Einsatzleitung von Stefan Egger wartet. Zeitgleich will der Brand selbst unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, während abseits der Straße die verunfallten Schaulustigen aus ihrer misslichen Lage befreit, versorgt und gegebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

Oben der Kampf gegen die Flammen – hier, ein Stück weiter unten, bergen Einsatzkräfte der Feuerwehr Nassereith verunfallte Schaulustige bei der Abschnittsübung in Karres. | Foto: Roland Thurner
  • Oben der Kampf gegen die Flammen – hier, ein Stück weiter unten, bergen Einsatzkräfte der Feuerwehr Nassereith verunfallte Schaulustige bei der Abschnittsübung in Karres.
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Ende gut, alles gut

Nach etwa einer Stunde ist beinahe alles wieder vorbei: Es folgt die Nachbesprechung zum Einsatz mit Lob und Anerkennung, allen Beteiligten spendiert die Gemeinde eine kulinarische Stärkung. Die Anspannung dürfte ab diesem Moment auch von Einsatzleiter Martin Gstrein abgefallen sein, für den die Inszenierung aus seiner Feder letztlich selbst auch noch die eine oder andere Überraschung bereitgehalten hat. „Beispielsweise, wie viele Verletzte es in Wahrheit nun wirklich sind“, verrät Gstrein.

Als Gesamt-Einsatzleiter gefordert bei der Abschnittsübung: Martin Gstrein, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Bürgermeister der Gastgeber-Gemeinde | Foto: Roland Thurner
  • Als Gesamt-Einsatzleiter gefordert bei der Abschnittsübung: Martin Gstrein, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Bürgermeister der Gastgeber-Gemeinde
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Freilich wurde keinem der zwölf Darstellerinnen und Darsteller ein Haar gekrümmt – alles Schminke, aufgetragen vom Roten Kreuz, der realistischen Unfalldarstellung zuliebe. Ein packendes Schauspiel war es allemal, auch für Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, Abschnittskommandant Thomas Friedl sowie seinen Stellvertreter und Kommandanten der Stadtfeuerwehr, Roland Thurner. Mit dabei war auch der Bürgermeister von Tarrenz, Stefan Rueland, in seiner Funktion als Bezirksfeuerwehrinspektor, ebenso wie die Dorfchefs Richard Bartl (Imsterberg) und Bernhard Schöpf (Mils bei Imst). Gut vertreten war natürlich auch Karres selbst – neben dem Einsatzleiter durch Vizebürgermeister Emanuel Schatz und Altbürgermeister Wilfried Schatz.

Höchstzufrieden mit dem Ergebnis der Abschnittsübung: Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, Rotkreuz-Einsatzleiter Stefan Egger, Abschnittskommandant Thomas Friedl, Einsatzleiter und Karres-Dorfchef Martin Gstrein, der stellvertretende Bezirkskommandant und Kommandant der Stadtfeuerwehr Imst Roland Thurner und Stefan Rueland, Bezirksfeuerwehrinspektor und Bürgermeister von Tarrenz (v.l.) | Foto: Roland Thurner
  • Höchstzufrieden mit dem Ergebnis der Abschnittsübung: Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, Rotkreuz-Einsatzleiter Stefan Egger, Abschnittskommandant Thomas Friedl, Einsatzleiter und Karres-Dorfchef Martin Gstrein, der stellvertretende Bezirkskommandant und Kommandant der Stadtfeuerwehr Imst Roland Thurner und Stefan Rueland, Bezirksfeuerwehrinspektor und Bürgermeister von Tarrenz (v.l.)
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Übrigens: Für Thomas Friedl war's die letzte Abschnittsübung in seiner Ära als Abschnittskommandanten: Er verabschiedet sich in die verdiente Feuerwehrpension. „Dazu alles Gute und ein großes Dankeschön von uns allen“, wünscht Karres-Kommandant Martin Gstrein.

Die Wachen des Feuerwehrabschnitts Imst-Gurgltal

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