Bahnhof Imst-Pitztal
Umsetzung des Park and Ride-Projekts
- Gemeinsamer Schulterschluss zur Verbesserung der Parkplatzsituation am Bahnhof Imst-Pitztal: Bgm. Richard Bartl (Obmann Planungsverband Imst), Bgm. Stefan Weirather und Bgm. Josef Knabl (Obmann Planungsverband Pitztal).
- Foto: Stadt Imst/Kolp
- hochgeladen von Clemens Perktold
In einer gemeinsamen Sitzung der Planungsverbände Imst und Umgebung sowie Pitztal im Imster Rathaus wurde ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der regionalen Mobilitätsinfrastruktur gesetzt.
Bahnhof Imst-Pitztal
IMST. Einstimmig wurde dem Planungsvertrag für die Errichtung einer neuen Park+Ride-Anlage am Bahnhof Imst-Pitztal zugestimmt. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich der Beschlussfassungen in den jeweiligen Gemeinderäten.
Die Bürgermeister und Vertreter der beteiligten Gemeinden haben sich klar zur Umsetzung des Projekts bekannt. Die Planungskosten für die P+R- und B+R-Anlage (Bauteil C) am Bahnhof Imst-Pitztal werde gemeinschaftlich getragen. Die Gemeinden zahlen laut Planungsvertrag 25 Prozent der Kosten. Basierend auf einer Stellplatzerhebung der ÖBB aus dem Jahr 2024 werden diese dann prozentuell auf diese aufgeteilt.
Insgesamt belaufen sich die anteiligen Planungskosten auf rund 125.250 Euro, wobei die Stadt Imst mit 44,29 Prozent (55.472,84 Euro) den größten Anteil übernimmt. Weitere Gemeinden wie Tarrenz (15,88 Prozent), Arzl im Pitztal (12,53 Prozent), Wenns (8,91 Prozent), Karrösten (5,29 Prozent), Imsterberg (3,62 Prozent) und Jerzens (3,06 Prozent) beteiligen sich entsprechend ihrer Nutzung. Die restlichen Prozente verteilen sich auf Nassereith, Karres, Mils bei Imst und St. Leonhard im Pitztal.
Bahnhof Imst-Pitztal
Gesicherte Umsetzungsschritte
Der überarbeitete Planungsvertrag berücksichtigt zentrale Anliegen der Gemeinden: Zahlungsmodalitäten: Erste Zahlungen erfolgen frühestens ab März 2026, die letzte nach Abschluss der Planung (voraussichtlich 2028), Verladegleis (Bauteil D): Die Kosten übernimmt die ÖBB zu 100 Prozent., Betrieb und Instandhaltung: Diese werden im Realisierungsvertrag geregelt.
Ein zentrales Anliegen der Gemeinden war die Organisation und Finanzierung von Ersatzparkplätzen während der Bauphase. Die ÖBB stellte klar, dass diese provisorischen Stellplätze Teil der Errichtungskosten sind und somit in die Gesamtkalkulation des Projekts einfließen. Eine separate Regelung ist nicht vorgesehen.
Die Gemeinden verweisen, dass aufgrund der räumlichen Gegebenheiten – insbesondere der schlauchförmigen Struktur des Areals – Ersatzflächen schwer verfügbar sind. Die genaue Anzahl und Lage der provisorischen Stellplätze wird im weiteren Planungsprozess festgelegt. Ziel ist es, die Auswirkungen auf Pendler:innen und Reisende möglichst gering zu halten.
Bahnhof Imst-Pitztal
Verantwortung der Gemeinden
Gemäß dem Auslegungsleitfaden (§44) liegt die Verantwortung für die Notbefreiung bei Aufzügen bei den Gemeinden oder von ihnen beauftragten Dienstleistern. Die ÖBB und das Land Tirol übernehmen die Betriebs- und Instandhaltungskosten der Aufzugsanlagen, nicht jedoch die Kosten für die Notbefreiung.
Die neue P+R-Richtlinie des Landes Tirol (gültig seit 1. Jänner 2025) bringt Entlastungen für Gemeinden durch Zusatzmodule wie automatisierte Zufahrtssysteme und PV-Anlagen. Die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung fließen in eine zweckgebundene Investitions- und Instandsetzungsreserve, die zwischen ÖBB, Land und Gemeinden im Verhältnis 50/25/25 aufgeteilt wird.
Einige Gemeindevertreter forderten mehr Flexibilität und eine stärkere Beteiligung an den Einnahmen, insbesondere im Hinblick auf zukünftige E-Ladestationen sowie an möglichen Überschüssen aus der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Parkdeck. Die ÖBB und das Land Tirol sicherten zu, diese Anliegen intern zu prüfen.
Gemeinden als treibende Kraft
Die Gemeinden zeigen sich entschlossen, das Projekt voranzutreiben – trotz der Tatsache, dass die endgültige Umsetzung erst nach Abschluss der Planung entschieden wird. "Die Planungsverbände Imst und Umgebung sowie Pitztal gehen hier mit der Stadtgemeinde Imst mit gutem Beispiel voran und übernehmen Verantwortung für die regionale Entwicklung. Es ist wichtig als Gemeinden gemeinsam zu handeln, um die Mobilität in der Region nachhaltig zu verbessern“, betonen die Obmänner Bürgermeister Richard Bartl (Planungsverband Imst und Umgebung) und Bürgermeister Josef Knabl (Planungsverband Pitztal) sowie der Imster Bürgermeister Stefan Weirather.
Die beiden Planungsverbände Imst und Umgebung sowie Pitztal haben dem Vertrag einstimmig zugestimmt – vorbehaltlich der Beschlussfassungen in den jeweiligen Gemeinderäten. Damit ist ein entscheidender Grundstein gelegt. Die Umsetzung des Projekts soll laut aktuellem Rahmenplan der ÖBB bis 2034 erfolgen.
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