Polizeimeldungen
Zwei Unfälle in alpinem Gelände am 14. Februar
- Bei einer Eisklettertour im Pitztal wurde eine Frau schwer verletzt.
- Foto: Johanna Bamberger / Symbolbild
- hochgeladen von MeinBezirk Tirol
39-Jährige bei Eisklettertour in St. Leonhard im Pitztal verletzt; 18-Jähriger von Grubenwehr aus Stollen in Reith im Alpbachtal geborgen.
TIROL. Am 14. Februar kam es in Tirol zu zwei Notfällen in alpinem Gelände. In St. Leonhard im Pitztal rutschte eine Frau bei einer Bergtour auf einer Eisplatte aus und verletzte sich schwer, in Reith im Alpbachtal musste ein 18-Jähriger aus einem stillgelegten Stollen geborgen werden.
Eiskletterunfall in St. Leonhard
Ein 39-jähriger Österreicher unternahm gemeinsam mit einer 39-jährigen Deutschen eine Eisklettertour am Eisfall „Klockelefall" in St. Leonhard im Pitztal.
Die Tour, die nach der WI-Skala mit 3-4 bewertet ist, wurde von den Kletterpartnern wechselseitig geklettert. Nach acht Seillängen und weiteren 3x150 Meter am laufenden Seil erreichten die Eiskletterer das Ende des Wasserfalls und querten über wegloses Gelände zum Sommerweg/Steig in Richtung Luibisalm.
Dabei rutschte die Frau plötzlich auf einer Eisplatte aus und stürzte über felsdurchsetztes, teilweise senkrechtes Gelände ca. 70 Höhenmeter ab. Dabei zog sie sich schwere Verletzungen zu. Ihr Begleiter setzte den Alpinnotruf ab und stieg zu der Verunfallten ab. Aus Witterungsgründen war eine Hubschrauberbergung nicht möglich, daher musste die Frau nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle von der Bergrettung Innerpitztal terrestrisch abtransportiert werden. In weiterer Folge wurde sie von der Rettung in das Krankenhaus nach Zams verbracht.
18-Jähriger aus Stollen geborgen
Ein 23-jähriger und ein 18-jähriger Österreicher unternahmen eine Erkundung des Schmidenstollens im Bergbaugebiet „Großkogel“ in Reith im Alpbachtal. Dieser Stollen ist seit ca. 70 Jahren stillgelegt und frei begehbar.
Die beiden Österreicher betreiben die Höhlenkletterei als Hobby und waren mit Kletterausrüstung ausgestattet. Im Zuge der Begehung seilten sich die beiden einen ca. 15 Meter tiefen Schacht ab, um eine Zeche zu erkunden. Beim Retourgang konnte der 18-Jährige diesen Schacht trotz Unterstützung seines Begleiters aus eigener Kraft nicht mehr überwinden. Der Begleiter verließ den Stollen, setzte einen Notruf ab und begab sich wieder zurück in den Stollen. Die Grubenwehr Tirol konnte nach einer fast zweistündigen Such- und Rettungsaktion den in Notlage geratenen Mann durch einen anderen Stollen unverletzt bergen. Die Grubenwehr Tirol stand mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften im Einsatz.
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