Psychische Erkrankungen im Vormarsch
Auch die Seele kann erkranken

Allen, die glauben, an einer Depression zu leiden, empfiehlt die WHO, eine Beratungsstelle aufzusuchen.
  • Allen, die glauben, an einer Depression zu leiden, empfiehlt die WHO, eine Beratungsstelle aufzusuchen.
  • Foto: Viacheslav Iakobchuk / Fotolia
  • hochgeladen von Margit Koudelka

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen psychische Störungen zu den größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit im europäischen Raum. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist von Burnout, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen betroffen, dennoch wird dieses Thema nach wie vor oftmals tabuisiert.

Hunderttausende betroffen

Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören Depressionen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. "Jeder neunte Mensch erkrankt einmal im Leben an einer Depression", weiß Kurt Stastka, Vorstand der Psychiatrischen Abteilung am Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital. Depressive Menschen leiden unter trauriger Verstimmung, verminderter Leistungsfähigkeit, Antriebs- und Hoffnungslosigkeit sowie Minderwertigkeitsgefühl. Ein anderes häufiges Krankheitsbild ist das Burnout. Betroffene – in Österreich sind das etwa eine halbe Million Menschen – fühlen sich sowohl körperlich als auch seelisch erschöpft. "Dem Burnout beugen im Leben wiederkehrende Standortbestimmungen vor: Wo stehe ich in meinem Leben? Wie fühlt sich das für mich an? Bin ich dort, wo ich sein möchte?", erklärt Stastka.

Mit Freunden und Sport Depressionen vorbeugen

Zu Depressionen neigen vor allem Menschen, die bereits früher derartige Probleme hatten oder körperlich erkrankt sind, sowie jene, die übermäßig Alkohol und andere Drogen konsumieren. Aber auch Menschen aus Familien, in denen psychische Erkrankungen vorkommen, zählen zur Risikogruppe. Entgegenwirken kann man Depressionen unter anderem, indem man soziale Kontakte pflegt. Rückzug ist ein Symptom der Erkrankung und verstärkt meist die Verstimmung. Auch Bewegung, vor allem im Freien, tut der Seele gut. Allerdings sollte man seine sportlichen Ziele nicht zu hoch stecken, um Enttäuschungen zu vermeiden. Gefährdeten Menschen raten Experten zudem, besonders auf eine gesunde Balance von Alltagspflichten und Entspannung zu achten.

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