Gesundheit zieht sich durch alle Lebensphasen, heikel wird's ab 50
Echte Kerle gehen zum Arzt

Männergesundheit betrifft alle Generationen.
  • Männergesundheit betrifft alle Generationen.
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  • hochgeladen von Margit Koudelka

Für die meisten Frauen ist es eine Selbstverständlichkeit, einmal im Jahr zum Frauenarzt zu gehen. Viele Männer nehmen es mit der Gesundheitsvorsorge jedoch nicht so genau. Der Berufsverband der Österreichischen Urologen empfiehlt eine alljährliche Untersuchung ab dem 45. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt machen sich nämlich viele typische Männererkrankungen bemerkbar. "Ab 50 hat praktisch jeder zweite Mann Probleme mit der Prostata", berichtet Karl Dorfinger, Facharzt für Urologie und Andrologie. Doch bereits in der Kindheit ist die Männergesundheit ein wichtiges Thema. Im Mutterleib bilden sich die Hoden in der Bauchhöhle des Kindes aus. Erst nach der Geburt wandern sie in den Hodensack. Das sollte bis zum Ende des ersten Lebensjahres geschehen. Deshalb sollten die Eltern die Hoden des Buben regelmäßig abtasten, um eventuelle Spätschäden zu verhindern. Ebenso kann eine Vorhautverklebung oder -verengung auftreten. Ist bis zum Vorschulalter das Zurückschieben der Vorhaut noch nicht möglich, sollte man einen Urologen aufsuchen.

Alles reine Routine

In der Pubertät können andere gesundheitliche Probleme auftreten. Die Verdrehung der Hoden, die sich durch einen plötzlich einsetzenden Schmerz zeigt, ist eines davon. Diese Hodentorsion ist äußerst schmerzhaft und muss von einem Urologen binnen weniger Stunden gelöst werden, da ansonsten das Absterben eines Hodens die Folge sein kann. Eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Hoden sollte zur Routine werden, so lässt sich eine Veränderung und damit eine eventuelle Krebserkrankung frühzeitig feststellen. Hodenkrebs trifft häufig junge Männer im Alter zwischen etwa 15 bis 35 Jahre.

Wenn nichts mehr geht, zur Untersuchung gehen

Ein großes Thema innerhalb der Männergesundheit sind Störungen der Sexualfunktion. Die Schwellkörper im Penis werden nicht ausreichend durchblutet, das Glied wird zu wenig hart oder die Erektion kann nicht aufrechterhalten werden. Viele Männer sind im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger stark davon betroffen. Obwohl Erektionsstörungen die Lebensqualität massiv beeinträchtigen, scheuen etliche Männer davor zurück, einen Arzt aufzusuchen. Erektionsstörungen beeinflussen allerdings nicht nur das Sexualleben, sondern sie stellen auch häufig Anzeichen organischer Erkrankungen dar. Dahinter stecken nicht selten Herzprobleme oder andere Störungen des Gefäßsystems. Nicht nur deshalb ist falsche Scham völlig fehl am Platz.

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