Innsbruck
Hintergründe zur Messerattacke, Corona-Party und Suchtmittelfund

Zahlreiche Einsaätze für die Polizei in Innsbruck.
  • Zahlreiche Einsaätze für die Polizei in Innsbruck.
  • Foto: zeitungsfoto.at
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die ersten Hintergründe der Messerattacke einer 22-Jährigen auf einen 57-Jährigen in Innsbruck wurden ermittelt. Ebenfalls in Innsbruck gab es Anzeigen nach einer Corona-Party sowie  eine Anzeige nach dem Suchtmittelgesetz.

Hintergrund

Die Beschuldigte wurde zwischenzeitlich vernommen und räumte die Tatbegehung ein, schwächte diese jedoch dahingehend ab, dass sie den 57-Jährigen nur ernsthaft verletzen wollte. Als Motiv gab die 22-Jährige an, dass sich der Mann nicht an die getroffene Abmachung, wonach sie bei ihm übernachten könne, gehalten habe. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat gegen die Beschuldigte zwischenzeitlich ein Verfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet und die Einlieferung in die Justizanstalt Innsbruck angeordnet. Diese erfolgte am späten Nachmittag des heutigen Tages. Das Opfer befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung in der Klinik Innsbruck, ist jedoch stabil und in keinem lebensbedrohenden Zustand. Bei einer ersten Befragung bestätige der 57-Jährige grundsätzlich die Angaben der Beschuldigten.

Der Vorfall

Am 01.04.2020 gegen 20:00 Uhr kam es in der Wohnung eines 57-jährigen Österreichers in Innsbruck zwischen ihm und einer 22-jährigen Österreicherin zu einem Streit. Im Zuge der Auseinandersetzung begab sich die 22-Jährige in die Küche, holte ein Messer und stach in der Folge gezielt auf den Oberkörper des 57-Jährigen ein. Anschließend rief sie den Polizeinotruf an und teilte mit, dass sie eine männliche Person mit einem Messer am Hals verletzt habe. Die Österreicherin konnte in unmittelbarer Tatortnähe festgenommen werden. Der 57-jährige erlitt durch die Tat schwere Verletzungen, ist jedoch stabil und befindet sich in keinem lebensbedrohenden Zustand.

Corona-Party

Am 01.04.2020, gegen 01.38 Uhr, erstatteten unbeteiligte Anrainer einer Wohnanlage in Innsbruck die Anzeige hinsichtlich einer Lärmerregung aus einer der dortigen Räumlichkeiten. Bei der Polizeikontrolle öffnete ein 22-jähriger Franzose die versperrte Türe. Im Raum selber befanden sich noch weitere Personen, die offensichtlich eine Party feierten. Unmittelbar nach der Aufforderung zur Ausweisleistung flüchteten die im Raum anwesenden Personen in unterschiedliche Richtungen aus dem Raum, der 22-jährige Franzose konnte von den Beamten angehalten werden. Nachdem die Beamten die Identität des Franzosen festgestellt hatten teilen sie ihm mit, dass die Abhaltung dieser "Party" ein strafbarer Tatbestand im Sinne des COVID-Maßnahmengesetzes sei und diesbezüglich Anzeige erstattet wird. Der 22-Jährige verhielt sich daraufhin uneinsichtig und aggressiv gegenüber der Polizei und setzte im Zuge dessen mehrere Verwaltungsübertretungen. Der 22-Jährige stellte trotz mehrmaliger Aufforderungen sein aggressives Verhalten nicht ein und musste unter Anwendung von Zwangsmitteln (Körperkraft) vorläufig festgenommen werden.
Bei den weiteren durchgeführten Ermittlungen konnten schlussendlich noch 11 weitere Teilnehmer an dieser "Party" ausgemittelt werden. Nach Abschluss der Ermittlungen werden gegen die 12 Personen Anzeigen wegen Übertretung nach dem COVID-Maßnahmengesetz an die zuständigen Behörden erstattet. Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand.

Suchtmittelfund

Im Zuge einer Kontrolle nach dem Epidemie Gesetz stellten die Polizeibeamten am 01.04.2020 gegen 14:40 Uhr in einer Wohnung in Innsbruck starken Cannabisgeruch fest. Bei der freiwilligen Nachschau in der Wohnung konnten von dem Beamten geringe Mengen an Cannabiskraut und Kokain sichergestellt werden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen gab ein 25-jähriger Österreicher gegenüber der Polizei zu noch weitere 30 g Kokain in der Wohnung versteckt zu haben. Das gefundene Suchtmittel wurde von den Beamten sichergestellt und der 25-Jährige vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde seine Festnahme aufgehoben. Anzeige an die Staatsanwaltschaft Innsbruck wird erstattet.

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