Harfenbiennale
Margret Koell bringt die Harfenwelt zurück nach Tirol
- Bei der Pressekonferenz für die Harfenbiennale stimmte man sich bereits ein.
- Foto: Drewes
- hochgeladen von Lucia Königer
Die Harfenbiennale Innsbruck kehrt im Dezember zurück: Vier Tage voller Konzerte, Workshops, Symposium und Klanginstallation – kuratiert von der international gefeierten Harfenistin Margret Koell, die ihre Heimat Tirol einmal mehr zum Zentrum der Harfenwelt macht.
INNSBRUCK. Wenn Margret Koell spielt, scheint die Harfe Teil ihres Wesens zu sein. Die aus Tirol stammende, weltweit konzertierende Harfenistin bringt im Dezember ihr Harfenfestival zum dritten Mal nach Innsbruck. Unter dem Motto „unbeschreiblich weiblich?!“ widmet sich die Harfenbiennale 2025 den weiblichen Stimmen der Musikgeschichte – jenen, die lange präsent, aber selten sichtbar waren.
Festivalfokus: Frauen in der Musik neu hörbar machen
„Frauen waren in der Musikgeschichte immer präsent, aber selten sichtbar“, erklärt Festivalgründerin Margret Koell. Mit der Harfenbiennale möchte sie diesen Stimmen Raum geben – musikalisch, historisch und gesellschaftlich.
Vom 4. bis 7. Dezember bringt die Biennale Alte Musik, Volksmusik und Neue Musik in einen lebendigen Dialog. Das Festivalprogramm umfasst Konzerte, ein Symposium, Workshops, ein Nachwuchskonzert und eine Klanginstallation im öffentlichen Raum.
„Das Festival öffnet Räume – geografische, akustische und geistige –, in denen Musik neu erzählt wird“,
so Koell.
Eröffnungskonzert: „Heilige und Ungezähmte“
Der erste Höhepunkt ist die Festivaleröffnung unter dem Titel „Heilige und Ungezähmte – eine Vesper für Frauen“.
Hier treffen Werke der Mailänder Nonne Chiara M. Cozzolani auf eine Uraufführung der Komponistin Giulia Monducci sowie Texte der Philosophin Silvia Federici – ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Aufbruchstimmung.
- Vom 4. bis 7. Dezember bringt die Biennale Alte Musik, Volksmusik und Neue Musik in einen lebendigen Dialog.
- Foto: Drewes
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Programmhighlights: Von Frühstückskonzert bis Wettbewerb
Die weiteren Festivaltage bieten ein breites Spektrum an musikalischen Begegnungen, das nicht nur Fans der Harfe begeistert:
Frühstückskonzert: Madre Natura
- Mit Maria Ladurner (Gesang)
- Und Vincent Kibildis (Barockharfe)
- Präsentation des neuen Programms Madre Natura
Finale des Wettbewerbs „Call for Concert“
Der Nachwuchs zeigt, wie vielfältig die historische Harfe heute klingen kann.
Salterio & Songs
- Oberlandler Dreiklang
- Salterio-Virtuosin Franziska Fleischanderl
- Thaurerin Theresa Frech-Öttl (Moderation und Harfe)
Barockharfe trifft Saxofon
Ein außergewöhnliches Duo-Konzert von Luise Enzian und Asya Fateyeva, bei dem Barockharfe und Saxofon zu einer gemeinsamen Stimme verschmelzen.
Tirol als Harfenland: Über 1.000 Spielerinnen und Spielern
„Tirol ist ein Harfenland – ich kann mir keinen besseren Ort für die Harfenbiennale vorstellen“,
sagt Koell. Die Mischung aus Alter Musik, Volksmusik und Neuer Musik sei ihr genauso wichtig wie die Begegnung von regionalen und internationalen Musiker:innen.
Die Tiroler Harfenpädagogin Anna Maria Fritz, die seit über 25 Jahren in Tirol unterrichtet, unterstreicht die Zugänglichkeit des Instruments:
„Mit ein wenig Geschick kann man schnell Melodien hervorzaubern. Viele Saiten, gut gestimmt – und los geht’s.“
Beim Festival tritt sie gemeinsam mit ihren Schülerinnen auf.
Symposium & Workshops: Frauenrollen in der Musikkultur
Die Harfenbiennale wird wissenschaftlich begleitet: In Kooperation mit dem Mozarteum und dem Institut für Musikwissenschaft Innsbruck findet erneut ein Symposium statt.
„Wir werfen Schlaglichter auf die vielfältigen Rollen von Frauen in der Musikkultur“,
betont Thomas Nussbaumer, Leiter des Symposiums.
Neu im Programm sind Workshops, die den Festival-Schwerpunkt vertiefen und praktische Impulse geben.
- Die Harfenbiennale wird wissenschaftlich begleitet: In Kooperation mit dem Mozarteum und dem Institut für Musikwissenschaft Innsbruck findet erneut ein Symposium statt.
- Foto: Babsi Stoll
- hochgeladen von Lucia Königer
Neue Klanginstallation im Stadtraum
Ein besonderer Höhepunkt ist die Klanginstallation „Wild is the Wind“ der international renommierten Künstlerin Susan Philipsz.
Sie verlagert das Hören aus dem Konzertsaal in den Innsbrucker Stadtraum. Die Installation aktiviert den Bereich zwischen Hofkirche und Haus der Musik und macht das Festival als Teil des alltäglichen Stadtlebens erlebbar. „Die Harfenbiennale öffnet sich damit räumlich wie inhaltlich“, so Koell.
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