Nationalratswahl 2024
Das Sammeln der Unterstützungserklärungen hat begonnen
- Bis zum 2. August 17 Uhr können Unterstützungserklärungen in der Gemeinde abgegeben werden.
- Foto: Stadt Innsbruck
- hochgeladen von Georg Herrmann
2.600 Unterschriften für ganz Österreich, 200 für Tirol. Wer diese Zahl schafft, kann am 29.9. bei der Nationalratswahl antreten. Etablierte Parteien brauchen nur drei Unterschriften ihrer Nationalräte für das Antreten. Das große Sammeln hat begonnen.
INNSBRUCK. Die Wahlordnung regelt, wie viele Unterschriften pro Bundesland nötig sind. Die Spanne reicht von 500 Stimmen bis 100 Stimmen. In jedem Bundesland müssen Kandidatinnen und Kandidaten für die Landesliste antreten. Eine zentrale Erfassung der Parteien und Listen, die Unterschriften sammeln, gibt es nicht. Die Unterstützung einer Partei ist nur persönlich auf dem Gemeindeamt möglich. Bis zum 2. August um 17 Uhr können die Unterstützungserklärungen gesammelt werden. Die Kandidaturen der ÖVP (71 Mandate), SPÖ (40), FPÖ (30), Grüne (26) und NEOS (15) stehen bereits fest. Ein Mandat ist fraktionslos.
KPÖ hofft auf Stimmen
Die KPÖ möchte erstmals seit 1959 wieder im Nationalrat vertreten sein. Bei der letzten Nationalratswahl 2019 kam die KPÖ auf 0,7 Prozent. "Erstmals seit Jahrzehnten könnte mit der KPÖ wieder eine glaubwürdige, soziale Alternative ins Parlament einziehen. Wir freuen uns über jede Person, die mit ihrer Unterschrift hilft, den Antritt zu ermöglichen”, sagt Pia Tomedi, Landessprecherin der KPÖ Tirol. In Stadt (im Gemeinderat ist die KPÖ mit drei Sitzen vertreten) und Land setzt die KPÖ auf leistbares Wohnen. Doch nicht alles kann dort geregelt werden. Für vieles braucht es den Nationalrat. "Dort, wo wir in Gemeinderat und Landtag sind, können die anderen Parteien nicht mehr ungestört weitermachen wie bisher. Auch im Nationalrat darf die etablierte Politik das Thema leistbares Wohnen nicht weiter nur vor den Wahlen entdecken”, so Tomedi.
- Pia Tomedi hofft auf 200 Unterstützungserklärungen für die KPÖ in Tirol.
- Foto: Kurz
- hochgeladen von MeinBezirk Tirol
Viele Listen
Die Chancen für die Bierpartei von Dominik Wlazny stehen laut Prognosen auf gut. Antreten wollen auch die Ex-Grüne Madeleine Petrovic mit ihrer eigenen Liste, die impfkritische "MFG" (Menschen-Freiheit-Grundrechte), die von einem Kärntner Unternehmer gegründete "SERVUS"-Partei, das Wahlbündnis "Die Gelben", "die Unabhängigen Österreichs" (DUO), "Bestes Österreich", die Demokratische Alternative, die Liste "GAZA" und "Ja zu Österreich".
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