Natur
„Der Wolf ist im Anmarsch auf Tirol“

Werden wir dieses Bild schon bald in Tirol sehen?

Vor den Toren Wiens sei er schon gesichtet worden, nun soll er auch bald in Tirol ankommen: Der Wolf. ÖVP-Nationalrat Hermann Gahr warnt vor dem Tier und betont, dass ein „Wolfsfreies Tirol im Petitionsauschuss behandelt“ wird.

TIROL. Im Ausschuss für Petition und Bürgerinitiativen wurde die Petition des Schafzuchverbandes behandelt. Hermann Gahr sagte dazu: „Der Wolf ist im Anmarsch auf Tirol“. Speziell für die Schafe und die jeweiligen Schafbauern sei er eine Bedrohung, da aktuell in Tirol rund 80.000 Schafe den Sommer auf den Almen verbringen. Auch Rinder und Pferde sollen dem Wolf nicht hilflos ausgesetzt werden.

Wolfsangriffe in jüngster Vergangenheit

Gahr ruft diverse Angriffe im In- und Ausland in Erinnerung. Zum Beispiel in Sachsen in Ostdeutschland wurden mehrere Schafe und Ziegen bei Blutbädern dem Wolf zum Opfer. Auch in Niederösterreich wurden schon Fälle gemeldet. So habe ein Wolf einen 1,30 Meter hohen Stromzaun überwunden und drei Schafe gerissen. Die Bäuerin musste hilflos zusehen.

„Diese Beispiele zeigen, dass Wölfe jegliche Scheu vor den Menschen verloren haben. Sie schlagen am helllichten Tag neben Menschen zu, auch Stromzäune hielten die Beutegreifer nicht ab. Das bestätigt meine Aussage, dass Herdenschutz nicht funktioniert“ betone der ÖVP-Nationalrat.

Vom Nachhaltigkeitsministerium, der Landesregierung Tirol sowie von der Tierschutzorganisation sollen Stellungnahmen eingeholt werden.

Tiere haben Schutz verdient

„Mich stört besonders, dass NGOs die problematische Situation mit den Wölfen bagatellisieren und ein Traumbild von einem süßen Kuscheltier zeichnen. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Wölfe unkalkulierbare Raubtiere. Wenn sie in eine Nutztierherde eindringen, beißen sie solange zu, bis sich kein Tier mehr bewegt. Diese Beutegreifer töteten viel mehr Tiere, als sie eigentlich zum Fressen benötigen. Der Schaden für die Landwirte ist enorm, wie zahlreiche Fälle zeigen“, bekräftigt der Tiroler Abgeordnete.

Petition

Ziel der Petition ist, den Schutzstatus des Wolfes zu senken. „Es muss künftig möglich sein, dass nationale Staaten einen Spielraum haben und dass wir endlich ein effektives Wolfsmanagement umsetzen. Ich unterstütze alle Maßnahmen, die dazu dienen das Problem Wolf in den Griff zu bekommen“ so Gahr. Für ihn steht der Schutz der Haus- und Nutztiere an oberster Stelle: „Es ist unverständlich, dass NGOs hier völlig auf den Schutz unserer Haus- und Nutztiere außer Acht lassen. Sie glorifizieren ein Raubtier, das auf längere Sicht auch für den Menschen zur Gefahr wird“, so Gahr abschließend.

Zur Petition:
WOLF - Petition für ein wolfsfreies Tirol

Autor:

Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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